ab welcher temperatur taut schnee
Schnee beginnt grundsätzlich bei etwa 0 °C zu tauen – aber in der Praxis kann er schon knapp darunter schmelzen oder bei leicht über 0 °C erstaunlich lange liegen bleiben.
Kurzantwort
- Physikalischer Schmelzpunkt von Eis/Schnee: 0 °C (32 °F).
- Auf dem Boden kann Schnee auch bei leicht negativen Temperaturen in der Sonne tauen.
- Umgekehrt kann er bei knapp über 0 °C im Schatten oder auf kaltem Boden noch liegen bleiben.
Warum sagt man 0 °C?
- Schnee besteht aus Eis; Wasser wechselt seinen Aggregatzustand bei etwa 0 °C zwischen fest und flüssig.
- Bei 0 °C steckt die zugeführte Energie zuerst in der Schmelzarbeit , nicht in einer Temperaturerhöhung – deshalb bleibt die Temperatur während des eigentlichen Schmelzens ungefähr konstant.
Warum taut Schnee manchmal schon unter 0 °C?
Selbst wenn die Lufttemperatur noch unter 0 °C liegt, kann Schnee schmelzen, wenn:
- die Sonne den Untergrund (z.B. Asphalt, Dach, dunkle Erde) stark aufheizt und dieser Wärme nach oben abgibt,
- die Schneedecke dunkel oder verschmutzt ist und mehr Strahlung aufnimmt,
- der Boden von vorherigen milden Tagen noch deutlich über 0 °C ist.
Dann kann die Schneetemperatur selbst über 0 °C steigen, obwohl die Luft im Schatten noch im Minusbereich liegt.
Warum bleibt Schnee manchmal bei Plusgraden liegen?
Andersherum kann Schnee bei +1 °C oder +2 °C noch erstaunlich stabil sein, wenn:
- der Boden stark ausgekühlt ist (z.B. nach längerer Frostperiode),
- es bewölkt ist und wenig direkte Sonnenstrahlung ankommt,
- die Luft trocken und windstill ist, sodass wenig zusätzliche Wärme übertragen wird.
Dann ist die Energiezufuhr zu gering, um den Schnee schnell zu schmelzen – er taut nur langsam an der Oberfläche.
Praktische Faustregeln für den Alltag
- Frischer Schnee auf Wiese/Feld:
– Hält oft noch bei knapp über 0 °C, vor allem ohne Sonne.
- Schnee auf Straßen/Asphalt:
– Taut häufig schon bei leichter Sonne und knapp unter 0 °C, weil der Untergrund sich schneller aufheizt.
- Richtig „wegschmelzen“ tut eine Schneedecke meistens bei 3–5 °C und mehr, vor allem bei Sonne und Wind.
Mini-Story zum Merken
Stell dir zwei Wintertage vor:
- Tag 1: -1 °C, strahlende Sonne, dunkle Straße – der Straßen-Schnee verschwindet, die weiße Wiese daneben bleibt.
- Tag 2: +2 °C, grau, nebelig, windstill – der Schnee liegt noch, ist nur etwas matschig.
Beide Situationen passen zur gleichen Grundregel: 0 °C ist der theoretische Schmelzpunkt, aber Sonne, Untergrund, Wind und Feuchte entscheiden, wie schnell der Schnee wirklich taut.
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