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nasenbluten was tun

Bei Nasenbluten hilft am besten: ruhig bleiben, richtig hinsetzen, Nase vorne zusammendrücken und vorgebeugt bleiben, bis die Blutung stoppt.

Sofortmaßnahmen: Nasenbluten stoppen

  • Aufrecht hinsetzen, Kopf leicht nach vorne beugen, damit Blut nicht in den Rachen läuft.
  • Mit Daumen und Zeigefinger die weichen Nasenflügel direkt unter dem Nasenbein kräftig zusammendrücken, mindestens 10 Minuten ohne Unterbrechung.
  • Durch den Mund atmen und Blut ausspucken, falls es in den Mund läuft, nicht herunterschlucken.
  • Kühlpack oder kalten Waschlappen in den Nacken oder auf den Nasenrücken legen (in Tuch einwickeln), um die Gefäße etwas zusammenzuziehen.
  • Währenddessen nicht hinlegen und den Kopf nicht nach hinten legen, damit kein Blut in den Hals läuft.

Was du vermeiden solltest

  • Nicht am Kopf nach hinten legen, nicht auf den Rücken legen.
  • Nicht in der Nase bohren oder Taschentücher tief in die Nase stopfen, das kann die Schleimhaut weiter verletzen.
  • Nach dem Stillstand der Blutung 1–2 Stunden nicht kräftig schnäuzen, schwer heben oder stark bücken, damit die Wunde nicht wieder aufreißt.

Wann Nasenbluten gefährlich ist

In diesen Fällen solltest du zügig zum Arzt oder in die Notaufnahme gehen:

  • Wenn die Blutung länger als 20 Minuten trotz richtigem Zusammendrücken anhält.
  • Wenn sehr viel Blut fließt, dir schwindelig wird oder Kreislaufprobleme auftreten.
  • Wenn das Nasenbluten immer wieder ohne ersichtlichen Grund auftritt (z.B. mehrmals pro Woche).
  • Wenn du Blutverdünner nimmst (z.B. Marcumar, NOAKs, Aspirin in höherer Dosis) oder eine Gerinnungsstörung hast.
  • Bei Nasenverletzungen durch Unfall/Sturz (mögliche Fraktur) oder wenn Blut auch aus dem Ohr oder Mund kommt.

Häufige Ursachen von Nasenbluten

  • Trockene Nasenschleimhäute (Heizungsluft, Klimaanlage, zu wenig trinken).
  • Manipulation in der Nase: Bohren, Kratzen, sehr kräftiges Schnäuzen.
  • Infekte / Erkältung, Allergien mit starkem Schnupfen.
  • Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen, seltener Gerinnungsstörungen.
  • Verletzungen der Nase (Schlag, Sturz, Sportverletzung).

Vorbeugung: Damit es seltener blutet

  • Nasenschleimhaut pflegen : Nasensalben oder -öle (z.B. mit Dexpanthenol), gelegentlich Meerwasser-Nasenspray verwenden.
  • Ausreichend trinken, um Schleimhäute feucht zu halten, und auf 30–50% Luftfeuchtigkeit im Raum achten.
  • Nicht in der Nase bohren und nur vorsichtig schnäuzen.
  • Bei häufigem Nasenbluten einen HNO-Arzt aufsuchen; dort kann bei Bedarf die blutende Stelle verödet oder anders behandelt werden.

Wenn du jetzt gerade starkes Nasenbluten hast, setz dich hin, beug dich nach vorne, drück deine Nasenflügel 10 Minuten fest zusammen und lass dir, wenn möglich, von jemandem helfen, die Zeit im Blick zu behalten.

Hinweis: Wenn du unsicher bist, wie stark „zu stark“ ist, lieber einmal mehr ärztlich abklären lassen.

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