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wann gab es zuletzt weiße weihnachten

In Deutschland gab es in vielen Regionen das letzte Mal „richtig“ weiße Weihnachten um 2010 herum, in einigen tieferen Lagen sogar schon deutlich früher, während in höheren Lagen und Alpenregionen auch in den letzten Jahren noch öfter Schnee an Weihnachten lag. Wie so oft hängt die Antwort stark davon ab, welche Stadt/Region genau gemeint ist und welche Definition von „weiße Weihnachten“ man nutzt (Schneefall am 24./25.12. vs. geschlossene Schneedecke von mindestens 1 cm).

Was bedeutet „weiße Weihnachten“?

  • Meteorologen definieren weiße Weihnachten meist so: Am 24./25.12. liegt mindestens 1 cm Schnee oder es fällt an diesen Tagen Schnee, der kurzzeitig liegen bleibt.
  • In der Alltagssprache meinen viele damit: Eine geschlossene, gut sichtbare Schneedecke, die die Landschaft wirklich „weiß“ aussehen lässt.

Je nachdem, welche Definition man nimmt, kann ein Jahr offiziell als „weiße Weihnachten“ zählen, obwohl in vielen Orten kaum etwas liegen geblieben ist.

Beispiele aus Europa

  • In vielen mitteleuropäischen Städten (z.B. Berlin, München, Krakau) war 2010 ein markantes Jahr mit verbreitet weißer Schneedecke an Weihnachten, was heute oft als „letzte richtige weiße Weihnachten“ im Flachland erinnert wird.
  • Statistiken zeigen, dass die Chance auf weiße Weihnachten seit den 1990er‑Jahren deutlich zurückgegangen ist; in manchen Städten hat sich die Wahrscheinlichkeit etwa halbiert.

Region macht den Unterschied

  • Nord- und Mitteldeutschland im Flachland: Weiße Weihnachten wurden seit etwa Anfang der 2000er immer seltener, mit 2010 als letzter wirklich weit verbreiteter, schneereicher Weihnachtszeit.
  • Alpen, höhere Lagen und Skigebiete: Dort sind weiße Weihnachten auch in den letzten Jahren noch relativ häufig, weil es generell kälter ist und Schnee leichter liegen bleibt.

Warum so selten?

  • Langfristige Klimaauswertungen zeigen steigende Wintertemperaturen in Europa; dadurch fällt häufiger Regen statt Schnee, besonders in tieferen Lagen und Städten.
  • Schneefälle verschieben sich oft mehr in den Januar/Februar, während der Dezember häufig milder und nasser ausfällt.

Kurz gesagt: Für viele Orte im deutschen Flachland war etwa 2010 das letzte Mal, dass Weihnachten so richtig „postkartenhaft“ weiß war – in höheren Lagen ist dieser Traum aber noch nicht ganz verloren.

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