wann ist jesus gestorben
Jesus ist nach überwiegender Ansicht der historischen und theologischen Forschung an einem Freitag während des Pessachfestes in Jerusalem gestorben, wahrscheinlich am 3. April 33 n. Chr., auch wenn das genaue Datum nicht mit absoluter Sicherheit feststeht.
Kurzantwort
- Die Evangelien berichten übereinstimmend, dass Jesus an einem Freitag, kurz vor Beginn des Sabbats, durch Kreuzigung gestorben ist.
- Viele Forscher datieren dieses Ereignis aufgrund von Kalender‑ und Astronomieberechnungen auf Freitag, den 3. April 33 n. Chr. (Julianischer Kalender).
- Andere Modelle schlagen z.B. das Jahr 30 n. Chr. vor, doch 33 n. Chr. ist heute eine der populärsten Rekonstruktionen.
Historische Einordnung
Die Quellenlage stützt sich vor allem auf die Berichte der vier Evangelien und einige Hinweise bei Paulus, die den Tod Jesu unter Pontius Pilatus während eines Pessachfestes schildern. Durch Abgleich der im Text genannten Details (Freitag, „Rüsttag“, Nähe zu Pessach, Regierungszeit des Tiberius) mit bekannten jüdischen Kalenderdaten und astronomischen Berechnungen ergeben sich nur wenige in Frage kommende Jahre.
Besonders untersucht werden die Jahre 30 und 33 n. Chr., weil sich in diesen Jahren ein Pessachfreitag rekonstruieren lässt. Geologische und astronomische Studien haben zusätzlich versucht, das in den Evangelien erwähnte Erdbeben und die Finsternis mit realen Phänomenen zu verbinden, was einige Forscher ebenfalls zum 3. April 33 n. Chr. führt.
Verschiedene Datierungsmodelle
- Jahr 30 n. Chr.:
Wird u.a. gewählt, wenn man Jesu öffentliches Wirken etwas kürzer rekonstruiert und bestimmte Angaben bei Lukas und Johannes so interpretiert, dass das Pessach im Jahr 30 n. Chr. am Freitag lag.
- Jahr 33 n. Chr.:
Dieses Datum verbindet die Regierungszeit des Pilatus (ca. 26–36 n. Chr.), die Angabe eines Freitags vor Sabbat und Pessach, sowie astronomische Rekonstruktionen jüdischer Kalenderdaten; daraus ergibt sich der häufig genannte 3. April 33 n. Chr.
- Frühchristliche Autoren:
Bereits Kirchenväter wie Hippolyt, Eusebius oder Lactantius nannten eigene Daten (z.B. 25. oder 23. März verschiedener Jahre), die aber von modernen Rekonstruktionen meist abweichen.
Was sicher, was unsicher ist
Sicher gilt in der historischen Forschung überwiegend:
- Jesus starb in Jerusalem durch Kreuzigung unter dem römischen Statthalter Pontius Pilatus.
- Der Tod ereignete sich an einem Freitag, kurz vor dem Sabbat und im Kontext des Pessachfestes.
Unsicher bleibt:
- Der exakte Kalender‑Tag nach moderner Zählung (z.B. 3. April 33 vs. 7. April 30). Die Quellen erlauben nur Wahrscheinlichkeitsangaben, keine mathematische Sicherheit.
TL;DR:
Jesus ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an einem Freitag während des
Pessachfestes in den frühen 30er‑Jahren n. Chr. gestorben, und viele heutige
Rekonstruktionen sprechen für Freitag, den 3. April 33 n. Chr., auch wenn dies
kein absolut gesichertes Datum ist.
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