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warum heißt es rosenmontag

Der Name „Rosenmontag“ hat nichts eindeutig mit der Blume zu tun – es gibt zwei Haupt-Erklärungen, und beide spielen heute in Erklärungen und Forendiskussionen eine Rolle.

Kurzantwort

  • Wahrscheinlich stammt „Rosenmontag“ ursprünglich von „rasender Montag“ / „Rasenmontag“ im Sinne von Toben, Rasen, Ausgelassenheit.
  • Später wurde der Name mit dem kirchlichen „Rosensonntag“ (Goldene Rose des Papstes) und einer Kölner Karnevalsgesellschaft verbunden.

Die zwei wichtigsten Herkunftstheorien

1. Vom „rasenden Montag“

Viele Sprachforscher gehen davon aus, dass „Rosenmontag“ aus Dialektformen von „rasender Montag“ entstanden ist.

Im Rheinland und in westmitteldeutschen Dialekten verschwimmen „rasen“ (toben, herumrasen) und „rosen“ lautsprachlich, sodass aus „Rasenmontag“ („rasender Montag“) im Alltag „Rosenmontag“ wurde.

Die Idee dahinter:

  • „rasen“ = wild feiern, herumtollen, toben.
  • Karneval = genau diese ausgelassene, „närrische“ Stimmung.
  • Der Montag der tollen Narren wurde damit der „rasende“ bzw. „Rosen“-Montag.

Einige Wörterbücher und Erklärseiten verweisen ausdrücklich auf diese Deutung und sehen die Blumenvorstellung als spätere Fehlinterpretation.

2. Vom kirchlichen „Rosensonntag“

Daneben gibt es eine kirchlich-historische Theorie, die vor allem in populären Erklärtexten erzählt wird.

  • Im Mittelalter gab es den „Rosensonntag“, einen Fastensonntag, an dem der Papst eine geweihte „Goldene Rose“ an verdiente Persönlichkeiten überreichte.
  • Dieser Sonntag lag in der Fastenzeit, einige Wochen nach Karneval.
  • Im frühen 19. Jahrhundert soll sich in Köln ein Karnevalskomitee am Montag nach einem solchen Rosensonntag getroffen haben; es bekam den Beinamen „Rosenmontagsgesellschaft“.
  • Von dort wanderte der Name auf den „Rosenmontagszug“ und schließlich auf den Tag allgemein.

Historisch ist diese Geschichte nicht lückenlos belegt, wird aber vor allem in kölschen Karnevalsgeschichten und Rückblicken gern erzählt.

Was ist heute Konsens?

  • Der Namensursprung ist nicht eindeutig ; seriöse Erklärseiten betonen, dass beide Theorien im Umlauf sind.
  • Sprachgeschichtlich spricht vieles für die Ableitung von „rasender Montag“/„Rasenmontag“ aus rheinischen und westmitteldeutschen Dialekten.
  • In populären Texten und Foren taucht aber auch immer wieder die Verbindung zum „Rosensonntag“ und zur Goldenen Rose des Papstes auf, weil sie anschaulich und „blumig“ klingt.

Mini-Story zum Merken

Stell dir Köln im 19. Jahrhundert vor: Die Stadt ist im Karneval im Ausnahmezustand, die Leute „rasen“ durch die Straßen, feiern, tollen, lachen.
In der Alltagssprache wird aus dem „rasenden Montag“ im Dialekt ein „Rosenmontag“. Später entdecken Chronisten: Da war ja mal dieser Rosensonntag mit der Goldenen Rose – passt doch wunderbar als fromme Erklärung. Beide Geschichten verweben sich, und übrig bleibt der Name, den heute alle kennen.

TL;DR:
„Warum heißt es Rosenmontag?“ – Entweder, weil die Narren am „rasenden Montag“ so richtig ausrasten (Dialekt: aus „rasen“ wird „rosen“), oder weil der Name an den kirchlichen „Rosensonntag“ mit der Goldenen Rose anschließt und über eine Kölner „Rosenmontagsgesellschaft“ auf den Tag überging.

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