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warum heißt es zwischen den jahren

Die Redewendung „zwischen den Jahren“ geht auf frühere Kalendertraditionen zurück, in denen der Jahresanfang je nach Region an unterschiedlichen Tagen lag, etwa am 25. Dezember, am 1. Januar oder am 6. Januar. Dadurch entstand eine Übergangszeit, die weder ganz zum alten noch eindeutig zum neuen Jahr gehörte – diese „Zwischenzone“ hat sich sprachlich bis heute gehalten, auch wenn der Jahresbeginn inzwischen überall auf den 1. Januar festgelegt ist.

Historischer Hintergrund

  • Im Mittelalter begann das Jahr je nach Gegend z.B. zu Weihnachten (25.12.), an Dreikönig (6.1.) oder an anderen kirchlichen Festtagen, was zu Überschneidungen und Verwirrung führte.
  • Erst mit der gregorianischen Kalenderreform und späteren Festlegung auf den 1. Januar als einheitlichen Jahresanfang blieb die Formulierung „zwischen den Jahren“ als Erinnerung an diese uneinheitliche Praxis erhalten.

Verbindung zu den Rauhnächten

  • Volkskundlich wird „zwischen den Jahren“ oft mit den Rauhnächten verknüpft, den traditionell zwölf mystischen Nächten um Jahreswechsel (ungefähr zwischen 24./25. Dezember und 5./6. Januar), die als besondere, „außerhalb der normalen Zeit“ stehende Phase galten.
  • Diese Zeit wurde als Übergang von der Dunkelheit des alten zum Licht des neuen Jahres verstanden, was das Gefühl verstärkt, sich tatsächlich in einer Art Zwischenraum der Zeit zu befinden.

Heutige Bedeutung im Alltag

  • Heute meinen die meisten mit „zwischen den Jahren“ ganz pragmatisch die ruhige Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, in der viele Urlaub haben, Büros nur eingeschränkt arbeiten und das öffentliche Leben herunterfährt.
  • Sprachlich wirkt das bis heute attraktiv, weil diese Tage sich für viele tatsächlich „aus der Zeit gefallen“ anfühlen: weniger Termine, mehr freie Stunden, Rückblick aufs alte und Ausblick aufs neue Jahr.

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