warum krapfen zu fasching
Krapfen gehören zu Fasching, weil sie historisch genau in diese Zeit vor der Fastenzeit passen: Sie sind fettig, kalorienreich und wurden früher ganz bewusst „vor dem Fasten“ gegessen, um Reserven anzulegen und verbotene Zutaten noch einmal richtig auszukosten.
Kurz erklärt: Warum Krapfen zu Fasching?
- Im Mittelalter aß man vor Beginn der Fastenzeit besonders fettreiche Speisen wie in Fett ausgebackenes Gebäck, um Energiereserven für die entbehrungsreiche Zeit danach zu sammeln.
- Krapfen bestehen aus Hefeteig, Fett, Eiern, Zucker – also genau jenen „üppigen“ Zutaten, die in der Fastenzeit eingeschränkt oder verboten waren.
- Die Kirche und Klöster trugen zur Verbreitung bei: Fette Gebäcke standen tatsächlich auf den Speiseplänen vor Aschermittwoch und wurden den Leuten als sättigende, günstige Speise empfohlen.
- So entstand der Brauch, Krapfen an den letzten Tagen vor der Fastenzeit (vor allem Faschingsdienstag) zu essen; daraus wurde mit der Zeit ein festes Stück Faschings‑Kultur.
Ein bisschen Geschichte & Mythos
- Es gibt eine beliebte Legende aus Wien: Eine Zuckerbäckerin namens Cäcilia oder Cäcilie Krapf soll beim Streit ein Stück Hefeteig geworfen haben, das im heißen Fett landete – so sei der Krapfen „erfunden“ worden.
- Sprachlich tauchen ähnliche Gebäckformen schon im Mittelalter auf, etwa als „Chrapho“ oder „Krapfe“, was mit „Klaue/Haken“ zusammenhängt, weil das Gebäck früher oft länglich oder gekrümmt war.
Heutige Bedeutung: Von Pflichtkalorien zu Kultgebäck
- Heute denken die meisten beim Krapfen nicht mehr an Fastenregeln, sondern an ein süßes Symbol der „fünften Jahreszeit“ – Karneval, Fasching, Fastnacht.
- In Bayern und Österreich sind Faschingskrapfen so stark mit der Saison verknüpft, dass viele sie vor allem zwischen 11.11. und Faschingsdienstag bewusst genießen.
- Trotzdem steckt im Hintergrund noch immer derselbe Kern: Ein bewusstes „Noch‑einmal‑richtig‑schlemmen“, bevor (traditionell) Verzicht und Mäßigung folgen.
Kurz: Man isst Krapfen zu Fasching, weil sie aus einer Zeit stammen, in der man vor der Fastenzeit mit billigem, sehr nahrhaftem Fettgebäck noch einmal ordentlich Energie und Genuss „auftanken“ wollte – und diese Tradition hat sich bis heute als süßes Faschingsritual gehalten.
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