warum rosenmontag
Rosenmontag ist der Höhepunkt des Karnevals in vielen Teilen Deutschlands und findet immer am Montag vor Aschermittwoch statt, also kurz vor Beginn der Fastenzeit.
Was ist Rosenmontag überhaupt?
- Er ist der wichtigste Tag des Straßenkarnevals, vor allem im Rheinland (z.B. Köln, Düsseldorf, Mainz).
- Er liegt immer an dem Montag, der direkt vor Aschermittwoch kommt, rund 48 Tage vor Ostern.
- Typisch sind große Umzüge, Musik, Kostüme, Wurfmaterial („Kamelle“) und oft sehr bissige, politische Wagen mit Satire.
Ein Beispiel: In Köln oder Düsseldorf ziehen aufwendig gestaltete Wagen durch die Innenstadt, Politiker oder aktuelle Themen werden humorvoll überzeichnet, und die Menge ruft „Alaaf“ oder „Helau“.
Warum gibt es Rosenmontag?
1. Vor-Kirchenfest und Fastenbeginn
Rosenmontag gehört zur Karnevalszeit, die traditionell vor der Fastenzeit liegt:
- Karneval war historisch die Phase, in der man vor der 40‑tägigen Fastenzeit noch einmal ausgelassen feierte, aß und trank.
- Direkt nach Rosenmontag folgt Aschermittwoch – der offizielle Beginn von Fasten und Besinnung im Kirchenjahr.
Die Idee: Erst noch einmal „alles auf den Kopf stellen“, dann kommt die ruhige, enthaltsame Phase.
2. Alte (teils römische) Wurzeln
Die Wurzeln des Karnevals liegen weit zurück:
- Bereits im Römischen Reich gab es Feste, bei denen die gesellschaftliche Ordnung für kurze Zeit umgedreht wurde – Diener und Sklaven durften in die Rolle der Herren schlüpfen.
- Diese Tradition des „Alles steht Kopf“ hat sich in Teilen Europas fortgesetzt und ist in die Karnevalsbräuche eingeflossen.
Rosenmontag ist also eine moderne, organisierte Form dieses alten „Kontrollierten Ausbruchs aus dem Alltag“ – ein gesellschaftliches Ventil.
Woher kommt der Name „Rosenmontag“?
Es gibt mehrere Erklärungen, keine ist absolut sicher – und das macht den Namen erst recht spannend.
1. „Roose“ = Frohsinn
Eine verbreitete Deutung:
- „Rosenmontag“ leite sich von einem Dialektwort „roose“ ab, das „Frohsinn“, „Ausgelassenheit“ oder „Spaß“ bedeutet.
- „Roose-Montag“ wäre dann der „fröhliche / ausgelassene Montag“ – was perfekt zum Karnevalscharakter passt.
2. Verbindung zum „Rosensonntag“
Eine andere, kirchengeschichtliche Spur:
- Der Sonntag Laetare (in der Mitte der Fastenzeit) wurde ab dem Mittelalter auch „Rosensonntag“ genannt.
- An diesem Tag segnete der Papst traditionell eine „Goldene Rose“ und überreichte sie einer verdienten Persönlichkeit.
- Aus dieser Tradition und dem Begriff „Rosensonntag“ könnte sich später der Name „Rosenmontag“ entwickelt haben.
3. „Rasender Montag“ (Missverständnis / Volketymologie)
Manchmal hört man auch:
- Der Name stamme von „rasender Montag“ oder „rasen(d)er Montag“, weil an diesem Tag alles besonders wild und hektisch zugeht.
- Sprachlich ist das eher eine nachträgliche Umdeutung – aber sie zeigt gut, wie Menschen den Tag empfinden: laut, bunt, durcheinander.
Die meisten Fachtexte stellen heute eine Mischung aus „roose“ (Frohsinn) und der Tradition um den Rosensonntag als plausibel dar, ohne eine einzige Ursprungserklärung als 100% sicher zu markieren.
Seit wann wird Rosenmontag so gefeiert?
- 1823 fand in Köln der erste große organisierte Karnevalsumzug statt, der sich zum Rosenmontagszug entwickelte.
- Der Karnevalsmontag wurde als Termin gewählt, weil er damals der ruhigste der Karnevalstage war – so störte man andere kleinere Maskenumzüge weniger.
- Ab etwa 1830 setzte sich der Begriff „Rosenmontagszug“ durch; von Köln breitete sich der Brauch in andere Städte wie Düsseldorf (1825) und Mainz (1838) aus.
Heute gilt Rosenmontag in vielen Regionen de facto als halber oder inoffizieller Feiertag – Schulen haben oft frei, Betriebe schließen früher oder ganz, damit alle feiern können.
Warum ist Rosenmontag heute noch wichtig?
Aus mehreren Gründen:
- Kulturelle Identität: Für Städte wie Köln, Düsseldorf, Mainz oder auch Regionen in Österreich und Belgien ist Rosenmontag ein wichtiges Stück regionaler Kultur.
- Politische Satire: Die Wagen nehmen Politiker, Konflikte und globale Ereignisse aufs Korn und spiegeln gesellschaftliche Debatten auf humorvolle, oft scharfe Weise.
- Gemeinschaftsgefühl: Vereine, Musikgruppen, Schulen, Nachbarschaften planen monatelang, um gemeinsam zu feiern – das stärkt Zusammenhalt und Ehrenamt.
Kurz gesagt: Rosenmontag ist eine Mischung aus historischem Ventil vor der Fastenzeit, regionalem Stolz, politischem Kabarett auf der Straße und großem Gemeinschaftsprojekt.
TL;DR:
Rosenmontag ist der große Straßenkarneval-Montag vor Aschermittwoch,
entstanden aus alten Festen vor der Fastenzeit und römischen
Umkehrtraditionen; sein Name wird meist mit „Frohsinn-Montag“ und dem
kirchlichen Rosensonntag in Verbindung gebracht.
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