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warum spucken lamas

Lamas spucken vor allem, um sich zu verteidigen, ihren Rang in der Herde zu klären oder ungewollte Annäherungen abzuwehren – nicht, weil sie „gemein“ sind.

Kurz erklärt: Warum spucken Lamas?

  • Schutzreaktion bei Bedrohung oder Stress, z.B. wenn sie sich bedrängt fühlen.
  • Klärung der Rangordnung in der Herde, besonders bei Futterstreit oder Dominanzkämpfen.
  • Ablehnung unerwünschter Annäherung, etwa wenn ein Männchen ein Weibchen bedrängt.
  • Gegenüber Menschen meist nur, wenn sie falsch gehalten, überfordert oder schlecht behandelt werden.

Was genau spucken Lamas?

Lamas spucken nicht nur normale Spucke , sondern oft eine Mischung aus Speichel und halbverdautem Mageninhalt.

Diese Mischung riecht streng und kann mehrere Meter weit fliegen – Berichte sprechen von Entfernungen bis etwa 10 Meter.

Körpersprache: Warnsignale vor dem Spucken

Bevor ein Lama wirklich spuckt, sendet es meist deutliche Warnzeichen:

  • Ohren werden nach hinten angelegt.
  • Nüstern werden geweitet, es pustet Luft aus.
  • Kopf wird leicht gehoben, Kinn nach oben gestreckt und Körper nach vorne geneigt.

Oft spucken Lamas zunächst „daneben“, um nur zu warnen; direkt ins Gesicht gibt es meist erst, wenn sie richtig wütend oder massiv gereizt sind.

Kommunikation statt Aggression

In der Herde ist Spucken Teil der normalen sozialen Kommunikation:

  • Dominante Tiere setzen Spucken ein, um ihre Position zu sichern.
  • Untergeordnete Tiere spucken deutlich seltener gegen Ranghöhere.
  • Nach einem heftigen Spuckangriff wirken beide Tiere oft kurz „beleidigt“ und verlieren für einige Minuten das Interesse am Fressen.

Man kann es sich wie ein sehr unappetitliches „Streit-Gebrüll“ vorstellen – nur eben in Flüssigform.

Spucken gegen Menschen – wann passiert das?

Gegenüber Menschen gelten Lamas als eher friedlich; viele werden ihr Leben lang nie einen Menschen anspucken.

Spucken kann vorkommen, wenn:

  1. Ein Lama falsch geprägt wurde (z.B. mit der Flasche aufgezogen und Menschen als „Lamas“ wahrnimmt).
  1. Es grob behandelt, bedrängt oder stark gestresst wird.
  1. Man sich zu hastig nähert, laut ist oder ins Futter greift.

Lama-Höfe empfehlen daher ruhige Bewegungen, leise Stimme und Abstand, vor allem von hinten, um Stress zu vermeiden.

TL;DR: Lamas spucken, um Grenzen zu setzen, sich zu verteidigen und ihren Rang zu klären – es ist ihr natürliches Kommunikations- und Abwehrmittel, nicht „Bosheit“.