warum verkleidet man sich an fasching
Menschen verkleiden sich an Fasching, weil das ursprünglich böse Wintergeister vertreiben sollte und sich daraus später ein ausgelassenes Fest des Rollentauschs und der Lebensfreude entwickelt hat.
Alte Wurzeln: Winter vertreiben
Früher glaubte man, der Winter stecke voller Geister und Dämonen, die man laut und bunt vertreiben müsse.
Deshalb zogen die Leute mit Masken, Fellen und gruseligen Kostümen als Teufel, Hexen oder Dämonen durch die Straßen, machten Krach mit Glocken und Trommeln und „erschreckten“ so symbolisch den Winter.
Diese Bräuche gelten als Vorläufer von Fasching/Fastnacht/Karneval in vielen Regionen des deutschen Sprachraums.
Christliche Fastnachts‑Tradition
Fasching liegt direkt vor der Fastenzeit (Fasten von Aschermittwoch bis Ostern).
Die Zeit davor galt als letztes „Ausgelassen‑Sein“, bevor es ernst und enthaltsam wurde – essen, trinken, feiern, über die Stränge schlagen.
Verkleidungen passten perfekt dazu: Man durfte für kurze Zeit jemand ganz anderes sein und Regeln lockerer sehen.
Rollentausch und „alles ist erlaubt“
Fasching ist traditionell auch ein Fest des Rollentauschs: Normale Hierarchien und Regeln werden symbolisch auf den Kopf gestellt.
Herrscher wurden verspottet, einfache Leute konnten sich als König, Prinzessin oder Promi zeigen – heute ist das in Form von satirischen Kostümen, Politik‑Parodien oder verrückten Rollen immer noch zu sehen.
Dieses „für ein paar Tage ist (fast) alles erlaubt“ macht den besonderen Reiz von Fasching aus.
Psychologie: Warum macht Verkleiden Spaß?
Viele genießen es, in eine andere Rolle zu schlüpfen, weil das Hemmungen abbaut und mehr spontanes Verhalten zulässt.
Ein Kostüm gibt eine Art „Maske“, hinter der man sich sicherer fühlt: Man tanzt freier, spricht fremde Leute an und traut sich Dinge, die man sonst vielleicht peinlich fände.
Gleichzeitig entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, wenn alle um einen herum ebenfalls bunt verkleidet sind.
Heute: Party, Kreativität und Trends
Heutzutage verkleiden sich Menschen an Fasching vor allem, weil es zu Partys, Umzügen und der ganzen „fünften Jahreszeit“ einfach dazugehört.
Typisch sind z.B. Clowns, Piraten, Feen, Tiere, Superhelden oder Figuren aus aktuellen Filmen, Serien und Memes – je nach Trend des jeweiligen Jahres.
Dazu kommen Gruppen‑ und Familienkostüme, bei denen man sich gemeinsam ein Motto überlegt, etwa Märchenfiguren, Disco‑Crew oder „alles in Regenbogenfarben“.
Kurz gesagt: Man verkleidet sich an Fasching, weil sich aus alten Ritualen zur Wintervertreibung und der Fastnachts‑Zeit vor der Fastenperiode ein fröhliches Fest entwickelt hat, bei dem Rollentausch, Ausgelassenheit, Kreativität und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.
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