warum wurde die wallfahrtskirche st willibald im bayerischen jesenwang 1983 neu geweiht
Die Wallfahrtskirche St. Willibald bei Jesenwang wurde 1983 neu geweiht, weil sie zuvor durch den Dreh des Musikvideos „Eisgekühlter Bommerlunder“ der Punkband Die Toten Hosen als entweiht galt und in der Gemeinde ein massiver Aufruhr entstand.
Hintergrund 1983
Anfang der 1980er-Jahre drehte die Band Die Toten Hosen in der Wallfahrtskirche St. Willibald Szenen für das Video zu ihrem Song „Eisgekühlter Bommerlunder“. Dabei kam es zu ausgesprochen profanen, aus Sicht vieler Gläubiger respektlosen Szenen im Kirchenraum, was für eine Wallfahrtskirche mit starkem religiösem Bezug als schwere Verunehrung empfunden wurde.
Reaktion der Gemeinde
In Jesenwang löste der Dreh große Empörung aus; in Berichten wird von einem der „schwärzesten Tage“ der Pfarrgemeinde gesprochen, weil die Kirche als Heiligtum der lokalen Bevölkerung gilt. Die Verärgerung ging so weit, dass der zuständige Pfarrer sich entschloss, das Gotteshaus einige Monate später liturgisch neu zu weihen, um dessen sakralen Charakter wieder deutlich herzustellen.
Bedeutung der Neueinweihung
Eine Neuweihe signalisiert, dass ein Raum erneut ausdrücklich für den Gottesdienst und das heilige Geschehen zurückgeholt wird, wenn er als profaniert oder schwer missachtet wahrgenommen wurde. Im Fall von St. Willibald sollte die Weihe 1983 das Vertrauen der Gläubigen wiederherstellen und deutlich machen, dass die Kirche trotz des Vorfalls weiterhin ein heiliger Ort der Wallfahrt und des Willibaldrittes bleibt.
Kurz gesagt: 1983 wurde neu geweiht, um den durch den Videodreh als entweiht empfundenen Zustand der Wallfahrtskirche zu heilen und ihre Würde als Heiligtum wieder zu bekräftigen.