was ist tape art
Tape Art ist eine urbane Kunstform, bei der Kunstwerke mit Klebeband statt mit Farbe, Pinsel oder Spraydosen gestaltet werden.
Quick Scoop: Was ist Tape Art?
Tape Art (auf Deutsch oft Klebebandkunst) meint alle Arten von Bildern, Installationen und Skulpturen, die hauptsächlich aus Klebeband entstehen.
Statt zu malen, kleben Künstler verschiedenfarbige, unterschiedlich breite und strukturierte Tapes auf Wände, Böden, Decken oder Objekte und „zeichnen“ so Linien, Flächen und Formen.
Kurzdefinition
- Kunstform, bei der Klebebänder das Hauptmaterial sind.
- Wird oft der Street Art bzw. Urban Art zugerechnet, weil viele Werke im öffentlichen Raum entstehen.
- Motive reichen von abstrakten Formen über Typografie bis zu Portraits, Landschaften oder riesigen Wandinstallationen.
Wie funktioniert Tape Art?
- Künstler nutzen verschiedene Tapes: Gaffa-/Duct-Tape, Gewebeklebeband, Malerkrepp, Klebefolien, teils speziell für Tape Art produziert.
- Die Bänder werden geschnitten, gerissen, überlagert und in Linien, Flächen oder 3D-Strukturen aufgebracht.
- Untergründe sind z.B. Wände, Fenster, Böden, Fahrzeuge, Möbel oder Leinwände – Hauptsache trocken, staub- und fettfrei, damit das Tape hält.
- Viele Arbeiten sind bewusst temporär, weil das Tape sich wieder abziehen lässt – ein typisches Merkmal urbaner Kunst.
Beispiel: Ein Treppenhaus wird mit leuchtenden Klebebandlinien in ein geometrisches „Lichtlabyrinth“ verwandelt – alles nur mit Tape, ohne einen Tropfen Farbe.
Kurz zur Geschichte und aktuellen Nutzung
- Entstanden ist Tape Art in den 1960er-Jahren, als Alternative zu Spraydosen-Graffiti im öffentlichen Raum.
- Seitdem hat sie sich zu einer eigenständigen, anerkannten Kunstform entwickelt, die sowohl auf der Straße als auch in Galerien und Medien präsent ist.
- Heute wird Tape Art von Street-Artist-Crews, Designer:innen, Marken und in Ausstellungen genutzt – von schnellen Rauminstallationen bis zu aufwendigen Wandbildern.
Motive und Stilrichtungen
- Abstrakt: Linien, Muster, grafische Formen, ornamentale Flächen.
- Gegenständlich: Portraits, Tiere, Stadtansichten, Schriften, Logos.
- Skulptural: 3D-Figuren und Objekte, die komplett aus Klebeband modelliert werden.
- Medienmix: Kombination mit Licht/Projektionen („Tape Mapping“), um die Klebebandbilder per Beamer zu animieren.
Warum ist Tape Art gerade spannend?
- Geringe Einstiegshürde: Tape ist relativ günstig und leicht zu besorgen.
- Flexibel: Eignet sich für schnelle, temporäre Aktionen genauso wie für dauerhafte Installationen.
- Urbaner Look: Passt zum aktuellen Trend von Street Art, Pop-up-Installationen und Instagram-tauglichen Rauminterventionen.
- Experimentell: Viele Künstlerkollektive nutzen Tape Art, um Räume neu zu definieren und mit Architektur zu „zeichnen“.
Kurz-TL;DR: Tape Art ist Klebebandkunst – Street- und Urban Art, bei der mit farbigen Tapes statt mit Farbe gearbeitet wird, oft großflächig, temporär und sehr experimentell.
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