was passierte im jahr 1362 mit der siedlung rungholt
Im Jahr 1362 wurde die Siedlung Rungholt durch eine verheerende Sturmflut vernichtet und im Wattenmeer versunken.
Was genau 1362 geschah
- In der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1362 traf die sogenannte „Groten Mandränke“ (Große Mann‑Dürre / Saint‑Marcellus‑Flut) die Nordseeküste.
- Diese Sturmflut zerstörte die Insel Strand , auf der Rungholt lag, und ließ große Teile des Landes im Meer versinken; aus Strand entstanden später die Inseln Nordstrand und Pellworm.
- Rungholt gilt als wichtiger Handels‑ und Salzgewinnungs‑Ort mit mehreren hundert bis rund 3.000 Einwohnern , der in dieser Flut fast vollständig unterging.
Legende und Forschung
- In der Volksüberlieferung wird Rungholt als sündige, reiche Stadt beschrieben, die als Strafe Gottes von der See verschluckt wurde; daran knüpfen sich Geschichten etwa um einen Priester und ein Schwein.
- Neuere archäologische und geophysikalische Untersuchungen im Wattenmeer deuten darauf hin, dass man heute wahrscheinlich die Reste von Rungholt (Kirche, Hafen, Drainagesystem) gefunden hat.
Kurz gesagt: 1362 wurde Rungholt durch die Saint‑Marcellus‑Sturmflut zerstört und versank im Meer , was aus der realen Siedlung eine dauerhafte nordfriesische Sage machte.