wie fastet man richtig
Richtig zu fasten heißt: gut vorbereitet, sicher und zu deinem Alltag passend – nicht einfach „nichts essen und hoffen, dass es wirkt“.
Wie fastet man richtig? (Überblick)
Fasten bedeutet, für eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise auf Nahrung zu verzichten – es gibt dabei viele Methoden, z.B. Heilfasten, Saftfasten oder Intervallfasten wie 16:8 oder 5:2.
Wichtig sind eine sinnvolle Methode, ausreichend Trinken, langsamer Einstieg und ein schonendes Fastenbrechen.
Wichtige Fasten-Arten kurz erklärt
- Intervallfasten 16:8 : 16 Stunden Fasten, 8 Stunden essen, z.B. nur zwischen 11–19 Uhr Mahlzeiten.
- 5:2-Fasten : 5 Tage normal essen, an 2 Tagen stark reduzierte Kalorien (ca. 500–800 kcal).
- 24-Stunden-Fasten („Eat Stop Eat“) : 1–2-mal pro Woche 24 Stunden ohne Kalorienzufuhr.
- Religiöses/Heilfasten : Oft mehrere Tage am Stück mit stark reduzierter oder flüssiger Kost, meist mit begleitenden Programmen (Bewegung, Ruhe).
Eine gute Einsteigerstrategie ist ein zeitlich begrenztes Fasten (z.B. 12:12 oder 16:8), weil der Körper sich so schrittweise an längere Esspausen gewöhnen kann.
Vorbereitung: So startest du richtig
- Nicht von 0 auf 100 beginnen : Einige Tage vor dem Fasten weniger Zucker, Alkohol, Fast Food und große Portionen – so reduzierst du Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme.
- Fastenform wählen, die zu dir passt : Beruf, Familie, Schlaf und Medikamente berücksichtigen.
- Ärztlichen Rat einholen , wenn du Vorerkrankungen hast (Diabetes, Herz-Kreislauf, Essstörungen, Schwangerschaft, Untergewicht, bestimmte Medikamente).
- Ziele klären : Geht es dir eher um Gewichtsreduktion, Blutzucker, Blutdruck, Verdauung oder eine spirituelle/mentale Erfahrung? Das beeinflusst Methode und Dauer.
Während des Fastens: Was ist wichtig?
1. Ausreichend trinken
- Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sind zentral.
- Bei längeren Fastenformen werden oft auch Gemüsebrühen empfohlen; das gibt etwas Elektrolyte und Wärmegefühl (hier am besten ärztliche oder ernährungsmedizinische Begleitung).
2. Nicht „reinhauen“, wenn du essen darfst
- In Essensfenstern (z.B. beim 16:8) normal und ausgewogen essen, nicht überkompensieren.
- Viele verlieren den Effekt, wenn sie in der Essenszeit viel Fast Food, Zucker oder riesige Portionen essen.
3. Hochwertig essen statt „irgendwie“
Wenn du isst, sollte die Ernährung möglichst:
- reich an Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und gesunden Fetten sein,
- ausreichend Protein enthalten (Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Tofu), um Muskelverlust vorzubeugen und länger satt zu bleiben.
Fasten sicher gestalten: Do’s & Don’ts
Do’s
- Langsam einsteigen
- Erst 12 Stunden ohne Essen testen, dann 14, dann 16 Stunden.
- Leichte Bewegung
- Spazieren, sanftes Dehnen, Yoga oder Hausarbeit sind meist gut verträglich; intensives Kraft- oder Intervalltraining kann gerade am Anfang zu viel sein.
- Auf Körpersignale achten
- Schwindel, Herzrasen, starke Schwäche, Verwirrtheit oder anhaltende Kopfschmerzen sind Warnsignale – dann Fasten abbrechen und ggf. medizinischen Rat suchen.
- Pausen einplanen
- Fasten ist kein Dauerzustand, sondern eine Phase. Viele kombinieren Intervallfasten mit normalen Essperioden und gelegentlichen Pausen davon.
Don’ts
- Keine extrem langen Fasten ohne Begleitung : Mehrtägige Nulldiäten ohne professionelle Betreuung bergen Risiken (Elektrolytstörungen, Kreislauf, Nährstoffmangel) und bringen für die meisten keinen zusätzlichen Nutzen.
- Nicht fasten, um eine Essstörung zu „kaschieren“ : Wer zu Binge-Eating, Bulimie oder Anorexie neigt, sollte nicht auf eigene Faust fasten.
- Keine „All-in-One-Rettung“ erwarten : Fasten ersetzt keine dauerhaft gesunde Ernährung oder Bewegung.
Wie bricht man ein Fasten richtig?
Das Fastenbrechen ist mindestens so wichtig wie das Fasten selbst.
Empfohlen wird:
- Langsam starten
- Erst eine kleine, leicht verdauliche Mahlzeit (z.B. Suppe, gedünstetes Gemüse, etwas Joghurt, etwas Obst) statt sofort ein großes schweres Menü.
- Ausgewogene erste Mahlzeiten
- Komplexe Kohlenhydrate mit Ballaststoffen (Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse),
- dazu eine Quelle für mageres Protein (Fisch, Hülsenfrüchte, Geflügel),
- plus eine kleine Menge gesunder Fette (Nüsse, Olivenöl, Avocado).
- Heißhunger im Griff behalten
- Gut kauen, langsam essen, vor dem Essen etwas trinken – das dämpft das Bedürfnis, sich zu „überessen“.
Für wen ist Fasten nicht geeignet?
Viele Fachquellen raten von selbstständigem Fasten ab bei:
- Schwangeren und Stillenden.
- Menschen mit Essstörungen oder starkem Untergewicht.
- Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (z.B. insulinpflichtiger Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen) – hier nur unter strenger ärztlicher Kontrolle.
- Personen, die bestimmte Medikamente zu festen Essenszeiten einnehmen müssen.
Wenn du unsicher bist, ob du zu einer dieser Gruppen gehörst, ist eine ärztliche Abklärung vor dem Fasten sinnvoll.
Verschiedene Blickwinkel auf „richtig fasten“
- Gesundheits-/Ernährungssicht : Kurzzeitiges Fasten (Intervallfasten) kann beim Gewichtsmanagement und bei Stoffwechselwerten helfen, wenn die Ernährung in den Essensphasen hochwertig ist.
- Religiöse/spirituelle Sicht : Hier stehen Bewusstsein, Disziplin und Reflexion im Vordergrund; oft kombiniert mit Gebet, Meditation und Verzicht auf andere Gewohnheiten.
- Trend-/Lifestyle-Sicht : Intervallfasten ist seit einigen Jahren stark im Trend, wird aber in sozialen Medien häufig vereinfacht dargestellt – manche versprechen zu viel und ignorieren individuelle Risiken.
Mini-FAQ: Häufige Fragen zum richtigen Fasten
Wie lange sollte man als Anfänger fasten?
Für die meisten Einsteiger sind 12–16 Stunden Esspause pro Tag oder ein
5:2-Modell deutlich sinnvoller als sofort mehrere Tage komplett ohne Nahrung.
Nimmt man durch Fasten automatisch ab?
Nur, wenn über die Woche insgesamt ein Kaloriendefizit entsteht und nicht in
den Essensphasen „aufgeholt“ wird; außerdem spielen Schlaf, Bewegung und
Stressmanagement eine Rolle.
Ist Kaffee beim Fasten erlaubt?
In vielen Intervallfasten-Konzepten sind schwarzer Kaffee und ungesüßter Tee
während der Fastenphase erlaubt, solange sie keine Kalorien enthalten; bei
Heilfasten-Kuren gelten oft strengere Regeln.
Kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger
- 1–2 Wochen vorher: Zucker, Alkohol und Snacks reduzieren, regelmäßige Zeiten für Schlaf und Mahlzeiten etablieren.
- Starte mit 12:12 (z.B. letzte Mahlzeit 19 Uhr, erste am nächsten Tag um 7 Uhr) und steigere langsam Richtung 16:8.
- Trinke viel Wasser und ungesüßten Tee, halte Bewegung eher leicht.
- Achte in Essphasen auf vollwertige Ernährung mit ausreichend Protein, Ballaststoffen und gesunden Fetten.
- Brich die Fastenphase mit einer kleinen, ausgewogenen Mahlzeit und steigere die Portionsgröße langsam.
TL;DR: Richtig fasten heißt: Methode wählen (z.B. 16:8), langsam einsteigen, ausreichend trinken, in Essensphasen vollwertig und nicht übermäßig essen, Warnsignale ernst nehmen und lange/strenge Fasten nur mit medizinischer Begleitung durchführen.
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