wie funktioniert curling
Curling ist ein Teamsport auf Eis, bei dem Spieler Granitsteine über eine Eisbahn in einen Zielbereich („House“) gleiten lassen und durch Rotation und Wischen deren Laufbahn steuern.
Grundidee des Spiels
- Zwei Teams (meist vier Spieler) spielen auf einer langen Eisbahn („Sheet“) gegeneinander.
- Ziel ist es, am Ende eines Spielabschnitts (einer „End“) mehr Steine näher am Mittelpunkt des Hauses („Button“) zu haben als der Gegner.
- Nur ein Team punktet pro End, und es bekommt einen Punkt pro Stein, der näher am Button liegt als der beste Stein des Gegners.
Spielfeld und Ausrüstung
- Das House ist ein kreisförmiger Zielbereich mit mehreren Ringen; die Mitte nennt man Button.
- Die Steine sind schwere Granitsteine (etwa 18–20 kg) mit Griff.
- Spieler tragen spezielle Schuhe: ein Schuh mit Gleitsohle (Slider), einer mit griffiger Sohle.
- Es wird mit Besen/Bürsten gewischt, um die Reibung auf dem Eis zu beeinflussen.
Ablauf eines Ends
- Ein Spieler startet aus dem „Hack“ (Gummiblock am Ende der Bahn) und stößt sich mit einem Bein ab.
- Der Stein wird kontrolliert nach vorne geschoben und muss vor der nahen „Hog Line“ losgelassen werden , sonst ist der Wurf ungültig.
- Der Stein gleitet über das Eis Richtung House; Spieler der eigenen Mannschaft können davor wischen.
- Nachdem alle 16 Steine (8 pro Team) gespielt sind, wird gezählt, welches Team wie viele Steine näher am Button hat.
Ein Spiel besteht aus mehreren Ends (im internationalen Bereich meist acht oder zehn). Nach jedem End wird in die Gegenrichtung gespielt.
Warum „curling“? – Die Kurve des Steins
- Beim Abgeben wird der Stein leicht im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht; dadurch beschreibt er eine leichte Bogenbahn – das ist der namensgebende „Curl“.
- Die raue Eisoberfläche („Pebble“) und die Rotation sorgen dafür, dass der Stein nicht gerade, sondern gebogen läuft.
- Durch präzise Wahl von Tempo („Gewicht“) und Rotation kann man Steine hinter anderen „verstecken“, gegnerische Steine herausspielen oder als Blocker platzieren.
Rolle des Wischens
- Zwei Spieler wischen mit Besen vor dem Stein, um die Eisoberfläche kurz anzuwärmen und zu glätten.
- Wischen reduziert die Reibung, der Stein gleitet weiter und bleibt etwas gerader (weniger Curl).
- Der Skip (Mannschaftskapitän) ruft laut Kommandos, wann und wie stark gewischt werden soll, um Linie und Länge zu optimieren.
Positionen im Team
- Lead: wirft die ersten zwei Steine, oft leichte „Guards“ (Schutzsteine) und ist viel am Wischen.
- Second: wirft Stein 3 und 4, spielt häufig Take-outs (Steine herausspielen).
- Third (oder Vice-Skip): wirft Stein 5 und 6, hilft beim Taktikbesprechen und misst bei knappen Situationen.
- Fourth/Skip: meist der Kapitän, steht im House, zeigt die Ziele an und wirft die letzten zwei, oft entscheidenden Steine.
Punktewertung im Detail
- Nur Steine, die das House berühren, können Punkte bringen.
- Berührt ein Stein seitlich die Bande oder rutscht ganz hinter die hintere Linie, ist er aus dem Spiel.
- Nach dem letzten Stein des Ends schaut man: Welches Team hat den Stein, der dem Button am nächsten liegt? Dieses Team erhält Punkte.
- Dann zählt man, wie viele Steine dieses Teams noch näher am Button liegen als der beste gegnerische Stein – für jeden gibt es einen weiteren Punkt.
Taktik und typische Schläge
Einige typische Wurfarten:
- Draw: Stein sanft ins House legen, um zu punkten oder sich zu „verstecken“.
- Guard: Stein vor das House legen, um eigene Steine dahinter zu schützen.
- Take-out: gegnerischen Stein mit höherem Tempo herausschlagen.
- Hit and roll: gegnerischen Stein schlagen und den eigenen Stein danach an eine gewollte Position „rollen“ lassen.
Strategie dreht sich darum, wann man angreift (viele Steine ins House bringt) oder defensiv spielt (Steine räumt, Guards stellt), und wie man den Vorteil des letzten Steins („Hammer“) nutzt.
Warum wird so viel gerufen?
- Der Skip sieht von hinten die Linie des Steins am besten und ruft, ob gewischt werden soll.
- Die Wischer geben dem Skip Infos zum Gewicht („zu kurz“, „zu lang“), damit taktisch richtig reagiert werden kann.
- Dieses ständige Feedback und die Kommandos sorgen dafür, dass ein Wurf auch noch während der Fahrt „gesteuert“ werden kann.
TL;DR: Curling funktioniert so: Teams schieben abwechselnd Steine über Eis ins Ziel, drehen sie leicht für eine Kurve und steuern sie mit Wischen; am Ende zählt, wessen Steine dem Zentrum am nächsten sind.
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