US Trends

wie lauten die regeln im olympischen eishockey und wie qualifizieren sich die teams für die nächste runde?

Bei Olympia gelten die internationalen IIHF-Regeln – also im Kern „normales“ Eishockey, aber mit ein paar Besonderheiten bei Spielfeld, Strafen und Turniermodus. Die Qualifikation für die nächste Runde läuft über ein Punktesystem in der Vorrunde (Gruppenspiele/Round Robin), danach folgen K.-o.-Spiele.

Grundregeln im olympischen Eishockey

  • Gespielt wird 3 Drittel à 20 Minuten reine Spielzeit, dazwischen Drittelpausen mit Eisaufbereitung.
  • Pro Team stehen 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis: 5 Feldspieler und 1 Torhüter, dazu haben die Teams Wechselspieler auf der Bank.
  • Wechsel sind fliegend, also jederzeit während des Spiels möglich, solange nie mehr als 6 Spieler auf dem Eis sind (sonst „too many men“‑Strafe).
  • Ziel ist, den Puck mit Schlägern ins gegnerische Tor zu schießen; mehr Tore nach 60 Minuten bedeutet Sieg.

Typische Spielfeld-Elemente (auch im TV gut zu erkennen):

  • Rote Mittellinie teilt das Feld in zwei Hälften, hier findet das Anspiel nach Toren und zu Drittelbeginn statt.
  • Zwei blaue Linien teilen das Feld in drei Zonen (Angriffs‑, neutrale und Defensivzone).
  • Torlinie hinter dem Tor, Icing-Linien dienen u. a. zur Bewertung von „Icing“.

Wichtige Regelbegriffe (Offside, Icing, Strafen)

Abseits (Offside)

  • Ein Angriffsspieler darf die Angriffszone nicht vor dem Puck betreten, sonst „Abseits“ und Unterbrechung mit Bully in der neutralen Zone.
  • Vereinfacht: Der Puck muss zuerst über die blaue Linie, dann dürfen die Angreifer komplett hinein.

Icing

  • Icing liegt vor, wenn ein Spieler den Puck aus der eigenen Spielfeldhälfte hinter die gegnerische Torlinie schießt, ohne dass jemand ihn berührt.
  • Folge: Spielunterbrechung und Anspiel im Verteidigungsdrittel der Mannschaft, die „geiced“ hat.
  • Ausnahmen: Kein Icing bei Unterzahl, bei Torerfolg oder wenn ein Gegenspieler den Puck spielen könnte, bevor er die Torlinie überquert.

Strafen und Powerplay

Typische Strafen (Penalties):

  • Stockschlag, Beinstellen, Halten, Behinderung, übertriebene Härte usw.
  • Meist 2-Minuten-Strafen (Minor), bei schweren Fouls 5 Minuten oder Matchstrafe (Spieldauer).

Auswirkung auf das Spiel:

  • 2 Minuten Unterzahl (Penalty-Box), das andere Team spielt im Powerplay mit einem Spieler mehr.
  • Fällt ein Tor im Powerplay, endet eine 2-Minuten-Strafe vorzeitig; lange oder besonders schwere Strafen laufen teils weiter.

Overtime und Penaltyschießen

  • In der Vorrunde gibt es bei Gleichstand nach 60 Minuten eine Verlängerung (Overtime) mit weniger Spielern pro Team und danach ggf. Penaltyschießen (Shootout).
  • In den Medaillenspielen (Gold/Bronze) wird eine längere Overtime gespielt; teils ohne Shootout, bis ein „Sudden-Death“-Tor fällt.

Turniermodus: Wie geht es in die nächste Runde?

Bei den aktuellen olympischen Turnieren wird ein Round-Robin- bzw. Gruppenmodus mit anschließender K.-o.-Phase gespielt.

Vorrunde (Gruppenphase/Round Robin)

  • Die Teams werden in Gruppen eingeteilt und spielen im Modus „jeder gegen jeden“ innerhalb der Gruppe.
  • Für jedes Spiel gibt es Punkte nach einem festen System, z. B.:
    • 3 Punkte für Sieg nach regulärer Spielzeit.
* 2 Punkte für Sieg nach Overtime oder Penaltyschießen.
* 1 Punkt für Niederlage nach Overtime oder Penaltyschießen.
* 0 Punkte für Niederlage nach 60 Minuten.
  • Am Ende der Vorrunde ergibt sich eine Tabelle nach:
    • Gesamtpunkten,
    • Tordifferenz,
    • erzielten Toren,
    • ggf. direktem Vergleich und weiteren IIHF-Kriterien, falls Teams punktgleich sind.

Qualifikation für K.-o.-Runden

Je nach Turnier (Anzahl Teams, aktueller Modus) gilt:

  • Die besten Gruppenplatzierten ziehen direkt ins Viertelfinale ein.
  • Die übrigen Teams spielen eine Qualifikationsrunde/„Play-in“, um die restlichen Viertelfinalplätze zu ermitteln.
  • Ab dem Viertelfinale geht es im K.-o.-System weiter:
    • Viertelfinale → Sieger ins Halbfinale, Verlierer scheiden aus.
* Halbfinale → Sieger ins Finale (Goldspiel), Verlierer ins Spiel um Bronze.

In jeder K.-o.-Runde gilt:

  • Ein Spiel entscheidet über das Weiterkommen (kein Best-of-7 wie in der NHL).
  • Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird Verlängerung gespielt, bis ein Team gewinnt (teils mit anschließenden Shootouts, außer im Goldspiel).

Beispiel: Wie ein Team weiterkommt

Stell dir eine typische Olympia-Gruppe vor: Vier Teams, jedes Team spielt drei Spiele.

  • Team A gewinnt zwei Spiele in der regulären Spielzeit (2 × 3 Punkte) und verliert eines in Overtime (1 Punkt) → 7 Punkte, sicher im Viertelfinale.
  • Team B holt einen Sieg nach Penalty (2 Punkte), eine Niederlage nach Penalty (1 Punkt) und eine Niederlage nach 60 Minuten (0 Punkte) → 3 Punkte, wacklig, evtl. Qualifikationsrunde.
  • Team C und D haben je 3 Punkte; über Platzierung entscheiden dann Tordifferenz oder der direkte Vergleich.

So wird über das Punktesystem aus einer Gruppenphase heraus klar geregelt, wer sich direkt qualifiziert, wer noch einen „Umweg“ über zusätzliche K.-o.-Spiele gehen muss und wer ausscheidet.

TL;DR:

  • Regeln: 3×20 Minuten, 6 Spieler pro Team auf dem Eis, Abseits über die blaue Linie, Icing bei unberührtem Weitschuss hinter die Torlinie, Strafen führen zu Powerplay/Unterzahl, Gleichstand bringt Overtime und ggf. Shootout.
  • Qualifikation: In der Gruppenphase sammeln Teams Punkte (3–2–1–0-System); die bestplatzierten Teams kommen direkt weiter, andere über eine zusätzliche Qualifikationsrunde in die K.-o.-Phase (Viertelfinale bis Finale).

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.