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wie viele gorillas gibt es auf der welt

Auf der Welt leben heute grob zwischen 100.000 und 300.000 Gorillas , je nach Quelle und Zählmethode, fast ausschließlich in den Wäldern Zentralafrikas. Einigkeit besteht darin, dass alle Gorillaarten stark bedroht sind und zu den gefährdetsten Säugetieren der Erde gehören.

Aktuelle Schätzungen in Zahlen

  • Viele Naturschutz‑ und Statistikseiten geben eine sehr grobe Spanne von etwa 100.000 bis 200.000 Gorillas weltweit an.
  • Detailliertere Aufstellungen kommen – je nach Rechenweise – auf rund 316.000 westliche Gorillas und etwa 5.000 östliche Gorillas (inklusive aller Unterarten).
  • Für die besonders bekannten Berggorillas liegt die aktuelle Zahl bei ungefähr 1.060 Individuen, Tendenz langsam steigend durch intensive Schutzprogramme.

Der Unterschied zwischen 100.000–200.000 und rund 320.000 liegt daran, dass verschiedene Organisationen unterschiedlich modellieren, alte und neue Zählungen kombinieren oder sehr unsichere Regionen konservativ schätzen.

Arten und Unterarten kurz erklärt

Grob unterscheidet man zwei Gorillaarten mit mehreren Unterarten.

  • Westliche Gorillas (z. B. Westlicher Flachlandgorilla, Cross‑River‑Gorilla)
    • Stellen den größten Teil des Bestands, mit mehreren hunderttausend Tieren, leben vor allem in Gabun, Kongo, Kamerun u. a.
  • Östliche Gorillas (Östlicher Flachlandgorilla, Berggorilla)
    • Nur wenige tausend Tiere, verteilt auf Regenwälder in der DR Kongo sowie Bergregenwälder in Ruanda, Uganda und der DR Kongo.

Alle Gorillaarten sind mindestens „gefährdet“, die meisten Unterarten sogar „vom Aussterben bedroht“ in der Roten Liste der IUCN.

Warum die Zahlen so unsicher sind

Die Frage „wie viele Gorillas gibt es auf der Welt“ klingt simpel, ist biologisch aber schwer zu beantworten.

  • Gorillas leben in dichten Regenwäldern, oft in politisch instabilen Regionen, was genaue Zählungen extrem erschwert.
  • Bestände werden über Nestzählungen, Kot‑Proben und statistische Modelle hochgerechnet, nicht wie bei Menschen „durchgezählt“.
  • Epidemien (z. B. Ebola), Wilderei und Abholzung können lokale Populationen innerhalb weniger Jahre massiv reduzieren.

Darum geben Fachquellen immer Spannen und sprechen von „geschätzten“ Beständen, nicht von exakten Zahlen.

Entwicklung und aktuelle Trends

Es gibt sowohl hoffnungsvolle als auch sehr beunruhigende Entwicklungen.

  • Berggorillas : Durch streng geschützte Nationalparks, Anti‑Wilderei‑Patrouillen und Einnahmen aus Gorilla‑Tourismus ist die Zahl in den letzten Jahrzehnten von wenigen Hundert auf über 1.000 Tiere gestiegen.
  • Westliche Flachlandgorillas : Trotz ihres relativ großen Restbestands sind sie durch Jagd, Habitatverlust und Krankheiten regional stark eingebrochen.
  • Prognosen zeigen: Ohne bessere Schutzmaßnahmen könnten die Gesamtzahlen bis 2030 wieder fallen, obwohl es heute lokal Erfolge gibt.

Gleichzeitig wächst weltweit das Bewusstsein für Artenschutz, und viele Projekte binden lokale Gemeinden ein, was die langfristige Akzeptanz erhöht.

Was du konkret tun kannst

Auch wenn Gorillas weit weg leben, kann jede Person ein wenig beitragen.

  1. Unterstützung von seriösen Naturschutzorganisationen, die in Zentralafrika Anti‑Wilderei‑Arbeit, Forschung und Community‑Projekte finanzieren.
  1. Bewusster Konsum von Produkten, die mit Regenwaldschutz vereinbar sind (z. B. zertifizierte Palmöl‑ oder Holzprodukte), um Lebensräume zu erhalten.
  1. Wenn eine Reise zu Gorillas geplant ist: Nur lizenzierte, strenge Eco‑Tour‑Anbieter wählen – der richtige Tourismus kann ein starker wirtschaftlicher Schutzfaktor sein.

Kurz gesagt: Es gibt wahrscheinlich ein paar hunderttausend Gorillas auf der Welt – für eine Tierart ist das aber erschreckend wenig, und ihr Überleben hängt stark davon ab, wie ernst der Artenschutz in den nächsten Jahrzehnten genommen wird.

TL;DR: Je nach Quelle leben insgesamt rund 100.000 bis gut 300.000 Gorillas auf der Welt, stark konzentriert in Zentralafrika, und fast alle Populationen gelten als stark bedroht.