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wo wurde der glühwein erfunden

Glühwein in der Form, wie wir ihn heute kennen, hat keine klar definierte „Erfinderstadt“, sondern entwickelte sich aus älteren Gewürzwein-Traditionen, die schon bei den Römern begonnen haben. Historische Belege für spezifisch „deutschen“ Glühwein finden sich ab dem frühen 15. Jahrhundert, etwa um 1420 in deutschen Regionen wie bei Graf Johann IV. von Katzenelnbogen, weshalb Glühwein heute besonders eng mit dem deutschsprachigen Raum und seinen Weihnachtsmärkten verbunden wird.

Ursprung des Glühweins

  • Die eigentliche Idee, Wein zu erhitzen und mit Gewürzen zu verfeinern, stammt aus der römischen Antike, wo solcher Gewürzwein unter Namen wie „conditum“ verbreitet war.
  • Über römische Truppen und den Handel verbreitete sich diese Art von Gewürzwein in viele Teile Europas und wurde in verschiedenen Regionen an lokale Geschmäcker angepasst.

Vom Gewürzwein zum Glühwein

  • Im Mittelalter wurden gewürzte Weine in Mitteleuropa populär und galten teilweise sogar als gesundheitsfördernd, weil man den Gewürzen eine heilende Wirkung zuschrieb.
  • Um 1420 taucht in Deutschland ein prunkvoller Glühwein-Pokal eines deutschen Grafen auf; solche Funde zeigen, dass süß gewürzter, erhitzter Wein damals bereits als edles Festgetränk etabliert war.

Warum „Erfindungsort“ schwer zu benennen ist

  • Da die Grundidee aus der Antike stammt und sich über Jahrhunderte in verschiedenen Ländern weiterentwickelte, lässt sich kein einzelner Ort als „Erfindungsort“ von Glühwein im modernen Sinn festlegen.
  • Heute wird Glühwein vor allem mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und Regionen wie dem Elsass verbunden, vor allem wegen der dort berühmten Weihnachtsmärkte.

Kurz gesagt: Die Wurzeln des Glühweins liegen bei den Römern, die Tradition des heißen gewürzten Weins wurde im deutschsprachigen Raum des Mittelalters aufgegriffen und geprägt – einen einzigen Erfindungsort gibt es aber nicht.