Für Glühwein mit „Schuss“ werden in Deutschland am häufigsten brauner Rum, Amaretto, Weinbrand/Cognac oder Fruchtschnäpse wie Haselnuss‑ oder Obstbrand benutzt.

Klassiker für den Schuss

  • Brauner Rum : Sehr verbreitet, passt gut zu Zimt, Orange und Nelke; macht den Glühwein kräftiger und etwas „karibischer“ im Geschmack.
  • Amaretto: Bringt eine mandelige, leicht süße Note, wird z.B. mit ca. 2–3 cl auf eine Tasse Glühwein empfohlen.
  • Weinbrand/Cognac: Klassische, edlere Variante, rundet den Wein ab, ohne zu süß zu werden.
  • Obstler / Obstbrand (z.B. Apfel, Birne, Zwetschge): Fruchtig, eher „deutsch-traditionell“, passt gut zu weihnachtlichen Gewürzen.

Süße & nussige Varianten

  • Haselnusslikör/-schnaps: Süß, nussig, erinnert leicht an Nuss-Nougat; beliebt bei denen, die es milder wollen.
  • Baked-Apple‑/Apfel‑Liköre: Verstärken die Apfel‑Zimt‑Richtung, schmecken wie Bratapfel im Becher.
  • Vanille‑ oder Gewürzliköre: Gehen geschmacklich in Richtung Lebkuchen/Kekse und passen gut zu fertigem Glühwein aus der Flasche.

Wie viel Schnaps in den Glühwein?

  • Pro Tasse (ca. 200 ml Glühwein):
    • 2 cl für leichten Schuss.
    • 3–4 cl für deutlich spürbare Wirkung.
  • Beim Topf auf dem Herd: Schnaps erst zum Schluss zugeben und nicht mitkochen, sonst verfliegt Aroma und Alkohol.

Welcher Schnaps für welchen Geschmack?

  • Magst du es kräftig → brauner Rum oder Weinbrand.
  • Magst du es süß & weich → Amaretto, Haselnusslikör oder andere Liköre.
  • Magst du es fruchtig → Apfel‑, Birnen‑ oder Pflaumenbrand/-likör.

Faustregel: Nimm einen Schnaps, der die vorhandenen Aromen im Glühwein unterstützt (Gewürze, Zitrus, Frucht) – nichts, was komplett quer dazu läuft.

TL;DR: Am meisten genommen werden Rum, Amaretto oder Obstler; je 2–4 cl pro Tasse, und den Schnaps immer erst am Ende zugeben.

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