Am besten entkommst du dem Silvesterkrach, indem du ihn möglichst räumlich und zeitlich umgehst, deinem Hund drinnen maximale Sicherheit gibst und ihn gut beschäftigst. Je nach Hundetyp kann das ein ruhiger Kurzurlaub oder ein richtig „eingekuschelter“ Abend zu Hause sein.

Ruhige Orte statt Böller

  • Urlaub in einer „böllerarmen“ Gegend (z.B. ländliche Regionen, abgelegene Höfe, Berge; in manchen Gemeinden ist Feuerwerk eingeschränkt).
  • Ferienwohnung oder kleines Haus mieten, nicht mitten im Ort, sondern etwas außerhalb, wo weniger geschossen wird.
  • Wenn du in Grenznähe wohnst: Schau nach Orten/Ländern mit strengeren Feuerwerksregeln, da ist es oft deutlich ruhiger.

Bildlich: Ihr verbringt Silvester wie ein kleiner Rückzug in eure eigene „Stille-Blase“, möglichst weit weg vom Trubel.

Zuhause: eure Anti-Krach-Höhle

  • Früh am Tag die letzte größere Gassi-Runde machen, wenn es noch ruhig ist; ab nachmittags nur noch kurze Löserunden an der Leine.
  • Wohnung abdunkeln (Rollos, Vorhänge zu), damit die Lichtblitze weniger sichtbar sind.
  • Fenster schließen, ggf. Musik oder TV etwas lauter, gleichmäßige Geräuschkulisse als „Soundteppich“.
  • Einen gemütlichen Rückzugsort bauen: Deckenhöhle, Box mit Tuch abgedeckt, Lieblingskissen, Kauartikel – ein fester Platz, an dem dein Hund sich sicher fühlt.

Was ihr konkret machen könnt

  • Tagsüber gut auslasten: Spaziergang, Nasenarbeit, Suchspiele, kleine Trickeinheiten, damit er abends müder ist.
  • Am Abend:
    • Kau-Sachen (z.B. gefüllter Kong, Kaukaustreifen), Leckerlisuche in der Wohnung, einfache Tricks – alles, was ihn positiv beschäftigt.
* Kuscheln, wenn er Nähe sucht; nicht ignorieren, sondern freundlich Sicherheit geben.
* Wenn dein Hund gern spielt: Zerrspiele, Apportieren im Flur, Intelligenzspielzeuge.

Euer „Programm“ kann wie ein kleiner Spiele- und Kuschelabend sein, bei dem draußen zwar Krach ist, drinnen aber eine möglichst normale, gemütliche Stimmung herrscht.

Dinge, die ihr meiden solltet

  • Hund an Silvester allein lassen – für viele Hunde ist das extrem belastend.
  • Mit zur lauten Party nehmen (Musik, viele Menschen, Alkohol, keine Rückzugsmöglichkeit).
  • Spaziergänge genau um Mitternacht oder in Gegenden, wo viel geböllert wird.
  • Hund absichtlich an Fenster oder Balkon „gewöhnen“ lassen, indem er alles sehen und hören muss – das überfordert viele Hunde.

Wenn dein Hund sehr empfindlich ist

  • Frühzeitig (einige Wochen vorher) mit Tierarzt/Tierärztin oder Verhaltenstrainerin sprechen, z.B. über:
    • Geräuschtraining (langsames Gewöhnen an Knallgeräusche) für die nächsten Jahre.
    • Medizinische Unterstützung oder beruhigende Präparate für sehr panische Hunde.
  • In extremen Fällen einen wirklich sehr ruhigen Ort suchen (z.B. einsames Ferienhaus) und dort Silvester so leise wie möglich verbringen.

Kurz-Tipp für dieses Jahr:
Wenn Reise oder großer Planungsaufwand nicht mehr geht, mach aus Silvester für deinen Hund einen „Couch-Abend“: tagsüber müde laufen lassen, ab nachmittags nur noch kurze Leinenrunden, Wohnung abdunkeln, Musik an, Rückzugsplatz, Kauzeug, Spiele und deine Nähe – so nimmst du ihm einen großen Teil des Stresses.

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