meningokokken impfung wie oft
Die Meningokokken‑Impfung wird je nach Impfstoff (B bzw. ACWY), Alter und Risikoprofil unterschiedlich oft verabreicht.
Grundschema kurz erklärt
- Es gibt zwei wichtige Impfstoffgruppen: Meningokokken B und Meningokokken ACWY.
- Wie oft geimpft wird, hängt vor allem vom Alter beim Impfstart und davon ab, ob eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischung nötig ist.
Meningokokken B: wie oft?
- Säuglinge im 1. Lebensjahr: meist 2 Dosen im Abstand von mindestens 2 Monaten, mit einer 3. Dosis im 2. Lebensjahr (2+1‑Schema, genaue Abstände je nach Präparat).
- Kinder 12–23 Monate: 2 Dosen im Mindestabstand von 2 Monaten plus eine Auffrischimpfung 12–23 Monate nach der 2. Dosis.
- Ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene: 2 Dosen im Abstand von mindestens 1 Monat; bei anhaltend erhöhtem Risiko kann später eine Auffrischimpfung sinnvoll sein.
Meningokokken ACWY: wie oft?
- Kleinkinder (z.B. ab 12–18 Monaten): je nach Präparat 1 Dosis oder 2‑Dosen‑Schema, Nachholimpfung ist bis etwa zum 5. Geburtstag möglich.
- Jugendliche (z.B. 11–15 Jahre): in der Regel 1 Dosis; bei besonderem Risiko können Auffrischungen im Abstand von etwa 5 Jahren empfohlen werden.
Auffrischimpfungen
- Bei Personen mit anhaltend hohem Risiko (z.B. bestimmte Vorerkrankungen, Immundefekte, berufliche Exposition) werden Auffrischimpfungen etwa alle 5 Jahre empfohlen, insbesondere für ACWY.
- Nach durchgemachter invasiver Meningokokken‑Erkrankung wird meist eine vollständige Impfserie plus regelmäßige Auffrischung erwogen, um erneute Erkrankungen zu verhindern.
Was heißt das praktisch für dich?
- Für gesunde Kinder richtet man sich in Deutschland nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO (Impfkalender beim Robert Koch‑Institut).
- Da sich Schemata und zugelassene Impfstoffe ändern können, sollte immer die behandelnde Kinderärztin/der Hausarzt den individuellen Impfplan (Anzahl der Dosen und Auffrischungen) festlegen.
Kurz‑Merker: Es gibt kein einheitliches „einmal und fertig“ – meistens sind es 2–3 Dosen zur Grundimmunisierung plus ggf. Auffrischungen bei anhaltendem Risiko.
Hinweis: Konkrete Termine und Impfstoffwahl immer mit Arztpraxis oder Impfberatungsstelle abstimmen; dort werden die tagesaktuellen nationalen Empfehlungen berücksichtigt.
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