Myelom (meist „Multiples Myelom“ genannt) ist eine Krebserkrankung des Blutes und des Knochenmarks.

Kurz erklärt: Was ist ein Myelom?

  • Beim Myelom entarten sogenannte Plasmazellen, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen im Knochenmark.
  • Diese kranken Plasmazellen vermehren sich zu stark, verdrängen die gesunden Blutbildner und bilden Herde im Knochen („multiple“ Myelom, weil meist mehrere Stellen betroffen sind).
  • Die Zellen produzieren große Mengen eines nutzlosen, immer gleichen Antikörpers (Paraprotein/M‑Protein), der den Körper zusätzlich belasten kann, etwa Nieren und Blut.

Typische Folgen und Symptome

  • Knochen : Schmerzen (v. a. Rücken, Rippen, Becken), erhöhte Bruchgefahr durch Knochenabbau.
  • Blut : Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit, Schwäche, Kurzatmigkeit.
  • Immunsystem : Häufige oder schwerere Infektionen, weil gesunde Abwehrzellen verdrängt werden.
  • Nieren : Das Eiweiß der Myelomzellen kann die Nieren schädigen bis hin zur Niereninsuffizienz.
  • Stoffwechsel : Erhöhter Kalziumspiegel im Blut durch Knochenabbau (kann u. a. Übelkeit, Verwirrtheit, Verstopfung machen).

Wie häufig, wen betrifft es?

  • Myelom gehört zu den häufigeren Blutkrebserkrankungen, ist aber insgesamt deutlich seltener als z. B. Brust‑ oder Darmkrebs.
  • Es tritt überwiegend im höheren Alter auf (meist jenseits von 65–70 Jahren).

Behandlung und Prognose – ganz grob

  • Ein Myelom ist heute in vielen Fällen nicht heilbar , aber oft über Jahre gut behandelbar (chronische Erkrankung).
  • Eingesetzt werden unter anderem Medikamente, die das Immunsystem gegen die Myelomzellen aktivieren, Chemotherapien, zielgerichtete Medikamente, manchmal Stammzelltransplantation, außerdem Maßnahmen zum Schutz von Knochen und Nieren.
  • Verlauf und Aussicht hängen stark vom individuellen Stadium, Begleiterkrankungen und vom Ansprechen auf die Therapie ab; das muss immer mit Fachärztinnen/Fachärzten für Hämatologie/Onkologie besprochen werden.

Wichtig, falls es um Sie oder Angehörige geht

  • Myelom ist eine ernste, aber zunehmend besser behandelbare Krankheit; neue Therapien kommen laufend hinzu.
  • Bei Verdacht (ungeklärte Knochenschmerzen, Blutarmut, wiederkehrende Infektionen, Nierenschwäche) sollte immer zeitnah eine ärztliche Abklärung beim Hausarzt bzw. Internisten erfolgen.

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