Succade ist im Deutschen ein älterer Begriff für kandierte Früchte, vor allem für kandierte Zitrusschalen wie Zitronat oder Orangeat. Gemeint ist also Obst, das in Zucker- oder Zuckersirup gekocht und anschließend mit Zuckerkristallen überzogen bzw. stark gesüßt haltbar gemacht wird.

Was ist Succade genau?

  • Klassisch bezeichnet Succade die kandierte Schale von Zitrusfrüchten, besonders die dicke Schale der Zedrat-Zitrone (Citron).
  • Im weiteren Sinn kann es auch andere kandierte Früchte oder Gemüse mit ursprünglich bitterem Geschmack meinen, die in Zucker eingekocht werden.

Herstellung in Kurzform

  • Die Schale oder das Obst wird mehrfach gekocht, oft zunächst in Salzwasser oder Wasser, um Bitterstoffe zu reduzieren.
  • Anschließend wird es über Tage oder Wochen in immer konzentrierteren Zuckerlösungen eingelagert, bis das Gewebe mit Zucker gesättigt ist.
  • Zum Schluss wird das Ganze getrocknet; durch den hohen Zuckergehalt ist es sehr lange haltbar.

Verwendung in der Küche

  • Klassische Verwendung in Weihnachts- und Festtagsgebäck wie Stollen, Früchtekuchen, Panettone, Plum Pudding oder anderem Hefegebäck.
  • Oft in Kombination mit Rosinen, Korinthen, kandierten Kirschen oder Nüssen.
  • Kandierte Zitrusschalen werden auch pur als Süßigkeit gegessen oder in Schokolade getaucht.

Begriff und andere Namen

  • Im heutigen Deutsch sagt man häufiger Zitronat (kandierte Citronenschale) oder Orangeat (kandierte Orangenschale).
  • Im Französischen spricht man von fruit confit oder fruit glacé , im Englischen meist von candied fruit oder crystallized fruit.
  • Der Begriff geht etymologisch auf romanische Sprachen zurück und ist verwandt mit Worten für „Zucker“ bzw. „gezuckert“.

Kurz-TL;DR:
Succade = kandierte Zitrusschale bzw. kandierte Früchte, die durch langes Einlegen in Zuckersirup haltbar und sehr süß werden – heute meist als Zitronat/Orangeat im Backen bekannt.

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