Der erste Duden erschien am 7. Juli 1880 unter dem Titel „Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“.

Der „Urduden“ von Konrad Duden

Das erste Duden-Wörterbuch wurde von dem deutschen Lehrer und Philologen Konrad Duden verfasst, der damals Direktor eines Gymnasiums in Hersfeld war. Es basierte auf den preußischen Schulrechtschreibregeln von 1876, die der Germanist Wilhelm Wilmanns entwickelt hatte.

Das Buch kam beim Bibliographischen Institut in Leipzig heraus und gilt als der „Urduden“, das erste offizielle Rechtschreibwörterbuch der deutschen Sprache. Es umfasste 187 Seiten mit rund 27.000 bis 28.000 Stichwörtern und diente vor allem als Hilfsmittel für die einheitliche Schreibweise im Schulunterricht.

Warum war dieser Duden so wichtig?

Der erste Duden trug maßgeblich dazu bei, eine einheitliche deutsche Rechtschreibung im gesamten deutschen Sprachraum durchzusetzen. Vorher gab es viele regionale Unterschiede in der Schreibweise, besonders zwischen Preußen, Bayern und anderen deutschen Staaten.

Durch den Duden setzte sich die preußische Schulorthografie als Standard durch, was später zur Grundlage der deutschen Einheitsrechtschreibung wurde. Ab 1892 wurden die Duden-Regeln sogar in der Schweiz verbindlich übernommen, was die Bedeutung des Werkes noch verstärkte.

Der Titel und die Ausgabe

Der genaue Titel lautete: „Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“. Es handelte sich um die 1. Auflage, die 1880 beim Bibliographischen Institut Leipzig erschien.

Diese erste Auflage wird heute oft als „Urduden“ bezeichnet und gilt als der Startpunkt der langen Duden-Tradition, die bis heute andauert.

TL;DR: Der erste Duden erschien am 7. Juli 1880 als „Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Konrad Duden beim Bibliographischen Institut Leipzig.