Christen fasten je nach Tradition vor allem in der Fastenzeit vor Ostern, an bestimmten Wochentagen und zu weiteren kirchlichen Anlässen.

1. Wichtigste Zeiten: „Wann fasten Christen?“

  • In vielen Kirchen (katholisch, evangelisch, anglikanisch usw.) beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und dauert 40 Tage bis kurz vor Ostern (Karfreitag/Karsamstag). Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete.
  • In katholischer Praxis sind vor allem Aschermittwoch und Karfreitag als strenge Fasttage hervorgehoben; die übrigen Tage der Fastenzeit sind eher Tage des Verzichts (z.B. weniger oder kein Fleisch, Alkohol, Süßes).
  • Viele evangelische Christen nutzen die Fastenzeit heute eher „frei“, z.B. mit Aktionen wie „7 Wochen ohne“, bei denen man bewusst auf bestimmte Gewohnheiten verzichtet.

Beispiel

Eine typische Gläubige verzichtet von Aschermittwoch bis Ostern auf Süßigkeiten oder Alkohol und nimmt sich zusätzlich mehr Zeit für Gebet und Besinnung.

2. Orthodoxe und andere Traditionen

  • In der orthodoxen Kirche wird sehr regelmäßig gefastet: klassisch an jedem Mittwoch (Erinnerung an den Verrat Jesu) und Freitag (Erinnerung an die Kreuzigung) sowie in längeren Fastenzeiten wie der Großen Fastenzeit vor Ostern, dem Weihnachtsfasten, dem Apostelfasten und dem Marienfasten im August.
  • Dort bedeutet Fasten oft: kein Fleisch, keine Milchprodukte, häufig auch kein Fisch, Wein oder Öl – also eine weitgehend vegane Kost.
  • Manche freikirchliche oder evangelikale Gemeinden kennen keine fixen vorgeschriebenen Fasttage, aber Christen fasten freiwillig an einzelnen Tagen, wenn sie Gott besonders suchen, z.B. vor wichtigen Entscheidungen oder in Krisen.

3. Warum wird gefastet?

  • Fasten soll helfen, sich innerlich auf Gott zu konzentrieren, sich an Jesu Leiden zu erinnern und sich auf Ostern vorzubereiten.
  • Es ist mit Gebet, Umkehr und Barmherzigkeit verbunden: Viele verbinden Fasten mit Spenden oder praktischem Einsatz für andere.
  • In heutiger Sprache: Fasten ist eine „bewusste Pause“ von Essen oder Gewohnheiten (z.B. Social Media), um das eigene Leben zu sortieren und Gott wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

4. Kurzantwort

  • Klassisch: 40 Tage vor Ostern (Fastenzeit), besonders an Aschermittwoch und Karfreitag.
  • Orthodox: zusätzlich jeden Mittwoch und Freitag und mehrere weitere Fastenzeiten im Jahr.
  • Viele andere Christen: freiwillige Fasttage je nach persönlicher oder gemeinschaftlicher Entscheidung.

Hinweis: Konkrete Regeln (ab welchem Alter, wie streng, welche Speisen) hängen stark von Konfession und Land ab; am besten fragt man in der eigenen Gemeinde nach den genauen Gepflogenheiten.

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.