In Deutschland hat es das letzte Mal zu Weihnachten 2010 landesweit einen richtigen „weißen Weihnachten“-Winter gegeben, also Schnee auf dem Boden an Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtstag. Seitdem gab es zwar immer wieder Schneefälle um die Weihnachtszeit, aber kein flächendeckendes Weihnachtsschnee-Ereignis mehr.

Was „weiße Weihnachten“ bedeutet

Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) gilt ein „weißer Weihnachten“-Tag als gegeben, wenn am 24., 25. oder 26. Dezember mindestens 1 cm Schnee auf dem Boden liegt. Ein „richtiger“ weißer Weihnachten bezeichnet man dann, wenn an allen drei Tagen Schnee liegt.

In den letzten 100 Jahren gab es in Deutschland nur sechs solche „echten“ weißen Weihnachten: 1906, 1917, 1962, 1969, 1981 und zuletzt 2010. Das letzte Mal, dass fast ganz Deutschland unter einer Schneedecke lag, war also vor über zehn Jahren.

Wann es zuletzt geschneit hat

Obwohl es seit 2010 kein flächendeckendes Weihnachtsschnee gab, hat es in vielen Jahren zumindest an einzelnen Orten geschneit:

  • 2023/2024 : In den Alpen und höheren Mittelgebirgen (z. B. Bayerische Alpen, Schwarzwald, Erzgebirge) lag Schnee an Weihnachten, in vielen Städten im Flachland war es aber eher nasskalt oder regnerisch.
  • 2022/2023 : Ähnlich – Schnee in den Bergen, aber in den meisten Regionen nur Regen oder Schmuddelwetter.
  • 2021/2022 : In einigen Teilen Deutschlands (vor allem im Süden und Osten) gab es an Heiligabend oder den Weihnachtstagen Schneefall, aber kein landesweiter weißer Weihnachten.

In den letzten Jahren ist es statistisch immer unwahrscheinlicher geworden, dass es an Weihnachten schneit, besonders in den Städten und im Nordwesten.

Wo es am ehesten schneit

Die Chancen auf Schnee zu Weihnachten sind sehr unterschiedlich:

  • Alpen und Alpenvorland (z. B. München, Berchtesgaden, Allgäu): Hier ist Schnee an Weihnachten am wahrscheinlichsten, oft schon ab Mitte Dezember.
  • Höhere Mittelgebirge (z. B. Erzgebirge, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Sauerland): Dort gibt es regelmäßig Schnee um die Weihnachtszeit, aber nicht jedes Jahr.
  • Flachland und Großstädte (z. B. Berlin, Hamburg, Köln): Hier ist Schnee an Weihnachten eher selten; meistens bleibt es nasskalt oder regnerisch.

Auf der Zugspitze (Deutschlands höchstem Gipfel) liegt dagegen fast immer Schnee an Weihnachten – dort gab es seit Beginn der Aufzeichnungen praktisch jedes Jahr einen weißen Weihnachten.

Warum es seltener wird

Klimawandel spielt eine große Rolle: Die Winter in Deutschland werden im Durchschnitt wärmer, und die Wahrscheinlichkeit für Schnee um die Weihnachtszeit nimmt ab. In den 1980er Jahren war ein weißer Weihnachten noch deutlich wahrscheinlicher als heute, besonders im Norden und Westen.

Deshalb ist ein echter, landesweiter weißer Weihnachten heute eher die Ausnahme – und das letzte Mal, dass Deutschland wirklich „weiß“ in die Weihnachtsfeiertage ging, war eben 2010.

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