Für einen normalen Hausrasen gilt: Vertikutieren am besten im Frühjahr (März/April) oder im frühen Herbst (September), jeweils bei aktiv wachsendem Gras und frostfreier Witterung.

Beste Zeitpunkte (kurz & knapp)

  • Frühling: Wenn der Rasen wieder sichtbar wächst, meist März bis April, Boden frostfrei, Tagestemperaturen dauerhaft über etwa 8–10 °C.
  • Herbst: September bis spätestens Anfang Oktober, damit sich der Rasen vor dem Winter noch erholen kann.
  • Nicht vertikutieren: Bei Frost, großer Hitze/Trockenheit, Staunässe oder wenn der Rasen im Sommer stark gestresst ist.

Woran du den richtigen Zeitpunkt erkennst

  • Der Rasen ist vollständig grün und wächst wieder (du musst schon wieder regelmäßig mähen).
  • Der Boden ist leicht feucht, aber nicht nass, und trittfest.
  • Es haben sich gut sichtbare Filz- oder Moosschichten gebildet (da lohnt sich Vertikutieren besonders).

Kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Rasen 1–2 Tage vorher auf normale Schnitthöhe mähen.
  1. Vertikutierer so einstellen, dass er nur 2–3 mm in den Boden einritzt (Rillen ca. 0,5–1 cm tief).
  1. In Längsrichtung vertikutieren, bei stark verfilztem Rasen ggf. noch einmal quer.
  1. Herausgekämmtes Material (Moos, Filz) gründlich abrechen und entfernen.
  1. Anschließend nachsäen und düngen, damit sich der Rasen schnell schließt.

Wie oft im Jahr?

  • Normaler Hausrasen: 1-mal im Jahr reicht meist, ideal im Frühjahr.
  • Sehr pflegeintensive Flächen (z.B. „Golfplatz-Rasen“): Teilweise 2-mal pro Saison, z.B. im Mai und September, oder alle paar Wochen sehr leicht, um den Filz gering zu halten.

Merksatz:
„Vertikutieren nur, wenn der Rasen fit ist – im Frühling zum Start, im Herbst zum Abschied.“

Am Ende noch der Hinweis: Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen kurz unschön aus, erholt sich bei richtiger Nachsaat, Düngung und Bewässerung aber innerhalb von wenigen Wochen deutlich.

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