Biber bauen Dämme vor allem, um sich zu schützen und ihr Leben im Wasser bequemer und sicherer zu machen.

Grund: Schutz vor Feinden

  • Durch den Damm entsteht ein Teich mit tieferem Wasser, in dem Feinde wie Fuchs, Wolf oder Hund schlechter an sie herankommen.
  • Ihre Wohnburg (die „Biberburg“) hat Unterwasser-Eingänge, die nur im aufgestauten, tiefen Wasser funktionieren und so Jungtiere besonders gut schützen.

Praktischer Lebensraum

  • Biber brauchen eine bestimmte Wassertiefe (ca. 80–100 cm), damit sie gut tauchen, schwimmen und fliehen können; ist das Wasser zu flach, regeln sie es mit einem Damm.
  • Im aufgestauten Wasser können sie ihre Holzvorräte für den Winter unter Wasser lagern und von dort sicher zur Burg holen.

Wie Biber Dämme bauen

  • Sie fällen Bäume von bis zu etwa 20 cm Durchmesser und verbauen Stämme, Äste, Zweige, dazu Schlamm, Steine und Pflanzenreste.
  • Die Dämme werden immer wieder repariert und können über Generationen wachsen – dabei entstehen mehrere Dämme hintereinander in kleineren Bächen mit viel Gehölz.

Nutzen für die Natur

  • Biberdämme bremsen Hochwasser, halten Wasser länger in der Landschaft und können in Trockenzeiten für mehr Feuchtigkeit sorgen.
  • Die entstehenden Teiche und Sümpfe bieten Lebensraum für viele andere Arten wie Amphibien, Insekten, Fische und Vögel – Biber gelten deshalb als Schlüsselart und „Ökosystemingenieure“.

Kurz gesagt

  • Biber bauen Dämme, damit das Wasser tief genug ist, um sicher zu leben, sich zu verstecken und Futter zu lagern.
  • Nebenbei verändern sie ganze Landschaften und schaffen neue, artenreiche Lebensräume, von denen viele andere Tiere profitieren.

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