Man fastet im Islam vor allem, um Gott zu gehorchen, seine Nähe zu suchen und den eigenen Charakter zu verbessern.

Kurz erklärt: Warum fastet man im Islam?

Im Koran heißt es, das Fasten sei den Gläubigen vorgeschrieben worden, „damit ihr gottesfürchtig werdet“ – also mehr Bewusstsein für Gott (Taqwa) entwickelt.

Gleichzeitig erinnern Muslime mit dem Fasten an die Herabsendung des Korans im Monat Ramadan und danken Gott dafür.

Wichtige Ziele des Fastens

  • Gehorsam gegenüber Gott : Fasten im Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam und damit eine Grundpflicht für erwachsene, gesunde Muslime.
  • Gottesbewusstsein (Taqwa) : Durch Verzicht auf Erlaubtes wie Essen und Trinken wird der Mensch sensibilisiert, auch Verbotenes zu meiden und Gott im Alltag präsenter wahrzunehmen.
  • Dankbarkeit : Im Koran wird das Fasten mit Dankbarkeit verknüpft – der Mensch soll die Gaben Gottes neu schätzen lernen.
  • Selbstdisziplin : Feste Zeiten des Verzichts trainieren Willenskraft, Geduld und Kontrolle über Begierden.
  • Empathie für Arme : Hunger und Durst lassen die Not der Bedürftigen besser nachempfinden und motivieren zu Spenden und sozialem Engagement.
  • Sündenvergebung und Lohn im Jenseits : In überlieferten Aussagen des Propheten heißt es, dass aufrichtiges Fasten mit Glauben und Hoffnung auf Lohn zur Vergebung früherer Sünden führen kann.

Ein häufig zitierter Sinnspruch: Wer nur auf Essen und Trinken verzichtet, aber mit Zunge und Verhalten weiter Unrecht tut, verfehlt den eigentlichen Sinn des Fastens.

Spirituelle Dimension

Beim islamischen Fasten geht es nicht nur um leeren Magen, sondern um ein „fasten“ der Sinne:

  • die Zunge soll sich von Lügen, Beleidigungen und übler Nachrede fernhalten,
  • die Augen von Verbotenem,
  • die Ohren von Klatsch und Unwahrheiten,
  • die Hände und Füße von Unrecht und Schaden.

So wird das Fasten zu einem ganzheitlichen Training für Herz, Charakter und Verhalten – eine Art jährlicher „Reset“ der Seele.

Gesellschaftliche und aktuelle Aspekte

Ramadan ist heute weltweit auch eine starke soziale und gemeinschaftliche Zeit: Man trifft sich zum gemeinsamen Fastenbrechen am Abend, verstärkt wohltätige Arbeit und pflegt Familien- und Nachbarschaftsbeziehungen.

Medien und Foren diskutieren jedes Jahr neu über gesundheitliche Aspekte, Arbeitsalltag, Schule, Sport und wie Muslime in nichtmehrheitlich muslimischen Ländern Fasten und modernes Leben vereinbaren.

TL;DR:
Man fastet im Islam, weil Gott es als eine der Grundpflichten vorgeschrieben hat – um Gottesbewusstsein, Dankbarkeit, Selbstdisziplin, Empathie und Vergebung zu erlangen und die Herabsendung des Korans im Ramadan zu würdigen.

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