warum feiern zeugen jehovas kein weihnachten

Jehovas Zeugen feiern Weihnachten nicht, weil sie es weder für biblisch begründet noch für ursprünglich christlich halten, sondern als Mischung aus heidnischen Bräuchen und späteren kirchlichen Traditionen sehen. Stattdessen legen sie Wert darauf, Jesu Tod in einem jährlichen Gedächtnismahl zu begehen, weil sie darin einen klaren Auftrag Jesu in der Bibel erkennen.
Biblische Gründe
- In der Bibel gibt es keinen ausdrücklichen Auftrag, Jesu Geburt zu feiern, wohl aber den Auftrag, seines Todes zu gedenken (z.B. das „Abendmahl“ bzw. Gedächtnismahl).
- Jehovas Zeugen betonen, dass die ersten Christen kein Weihnachtsfest kannten und sich ihre Anbetung nicht an Kirchenfesten, sondern an biblischen Anweisungen orientierte.
Zweifel am Datum 25. Dezember
- Zeugen Jehovas verweisen darauf, dass die Bibel kein genaues Datum für Jesu Geburt nennt und dass Hinweise (z.B. Hirten auf den Feldern) eher gegen eine Geburt mitten im Winter sprechen.
- Daher halten sie es für unlogisch, ein großes religiöses Fest auf ein Datum zu legen, das aus ihrer Sicht historisch unsicher und theologisch nicht geboten ist.
Heidnische Ursprünge und Bräuche
- Weihnachten wird von ihnen mit römischen Festen wie den Saturnalien oder dem Sol-Invictus-Kult in Verbindung gebracht, also heidnischen Sonnen- bzw. Fruchtbarkeitsfesten, die später „christlich überkleidet“ worden seien.
- Auch typische Bräuche wie Weihnachtsbaum, Lichterkette, bestimmte Symbole oder Figuren sehen sie als nicht-biblisch und heidnisch geprägt, weshalb sie meinen, diese Form der Religiosität würde Gott nicht gefallen.
Fokus auf Jesu Tod statt Geburt
- Jehovas Zeugen richten ihren religiösen Schwerpunkt auf das jährliche Gedächtnismahl zum Andenken an Jesu Tod, weil sie darin den Kern der Erlösung und einen klaren biblischen Auftrag sehen.
- Sie empfinden es als konsequenter, ihre Anbetung durchgehenden Gehorsam und „ganzjähriges“ christliches Verhalten zu zeigen, statt durch ein paar besonders festliche Tage mit Geschenken und Dekoration.
Wie sie mit Weihnachten im Alltag umgehen
- Für Jehovas Zeugen ist die Weihnachtszeit im Prinzip eine normale Zeit: Sie gehen ihrer Arbeit, ihrem Gottesdienst (Versammlungen, Predigtdienst) und dem Familienleben nach, ohne Weihnachtsbaum, Krippe oder Geschenkeorgie.
- Viele betonen aber, dass sie andere nicht aktiv daran hindern wollen, Weihnachten zu feiern; sie erwarten nur, dass ihre eigene Entscheidung respektiert wird und sie etwa bei Betriebs- oder Schulfeiern höflich Abstand nehmen dürfen.
Kurz-TL;DR:
Zeugen Jehovas feiern kein Weihnachten, weil sie darin weder einen biblischen
Auftrag noch ein ursprüngliches christliches Fest sehen, das Datum für
unbiblisch halten, heidnische Wurzeln ablehnen und ihren Glauben lieber durch
das Gedächtnismahl an Jesu Tod und einen „ganzjährigen“ christlichen
Lebensstil ausdrücken.