warum heißt der jägerzaun jägerzaun
Der „Jägerzaun“ heißt so, weil er historisch als Schutzzaun gegen Wild aus Jagdreviere diente, also direkt mit Jagd und Jägerei verbunden war.
Kurz erklärt
- Früher ließen Adelige sehr viel Wild in ihren Wäldern, um genug Beute für die Jagd zu haben.
- Dieses Wild fraß den Bauern die Felder und Gärten kahl („Wildverbiss“).
- Den Bauern wurde erlaubt, Holz aus den herrschaftlichen Wäldern zu schlagen, um Zäune zum Schutz ihrer Felder zu bauen.
- Diese gekreuzten Holzzäune entwickelten sich zum typischen Scheren- bzw. Kreuzzaun – später „Jägerzaun“ genannt, weil sie direkt aus der Jagd-Situation heraus entstanden.
Namensdeutungen
Es gibt mehrere Deutungen, die alle in dieselbe Richtung gehen:
- Zaun gegen Jagdwild
Der Zaun schützte Felder vor dem übermäßig gehaltenen Jagdwild der Fürsten, daher „Jäger“-Zaun.
- Zaun aus „Jägerholz“
Bauern durften aus den Adelsforsten Holz holen, um diese speziellen Zäune zu bauen; in manchen Erklärungen werden diese Zäune direkt als „Jägerzäune“ bezeichnet.
- Spätere Benennung im 20. Jahrhundert
Fachbeiträge weisen darauf hin, dass der Zauntyp (Scheren-/Diagonalzaun) älter ist, der Name „Jägerzaun“ sich aber erst im 20. Jahrhundert, wohl um die 1960er Jahre, allgemein durchgesetzt hat.
Wie sieht ein Jägerzaun aus?
- X‑förmig gekreuzte, zugespitzte Latten.
- Oben und unten an waagerechten Gurten befestigt.
- Meist nur halbhoch, klassischer Vorgarten- und Gartenzaun.
Heute verbinden die meisten Leute mit dem Jägerzaun eher ein typisch deutsches Gartenbild – der Name erinnert aber noch an seine ursprüngliche Aufgabe: Schutz vor dem Wild der Jäger.
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