Der Name „Stollen“ geht wahrscheinlich auf ein altes deutsches Wort für „Pfosten“, „Stütze“ oder „Grenzstein“ zurück, also etwas Längliches, Festes.

Herkunft des Wortes „Stollen“

  • Sprachhistorisch wird „Stollen“ auf das althochdeutsche bzw. mittelhochdeutsche Wort „stollo“ zurückgeführt, das „Stütze“, „Pfosten“ oder „Pfahl“ bedeutete.
  • In der übertragenen Bedeutung konnte „Stollen“ auch einen Grenzstein oder Markierungspfosten bezeichnen, daher die Erklärung „Post oder boundary stone für eine Stadt“.

Was hat das mit dem Gebäck zu tun?

  • Die Form des Weihnachtsstollens ist länglich, leicht gewölbt, an den Enden zugespitzt – ähnlich einem liegenden Pfosten oder einer Art „Block“ und somit passend zum ursprünglichen Wort „Stollen“.
  • Manche Deutungen verweisen auch auf Bergbaugebiete (z.B. Erzgebirge/Sachsen), wo „Stollen“ den Eingang eines Bergwerksstollens meint; die längliche, tunnelartige Form des Brotes soll an einen solchen Schacht erinnern.

Religiöse Symbolik des Christstollens

  • Später bekam der Stollen zusätzlich eine christliche Deutung: Die längliche Form mit der weißen Zucker- oder Puderzuckerschicht soll das in Windeln gewickelte Christkind darstellen.
  • Deshalb trägt er auch Namen wie „Christstollen“ oder „Weihnachtsstollen“, und seine Geschichte als Weihnachtsgebäck ist seit dem 14. Jahrhundert belegt.

Kurzantwort für „warum heißt der Stollen Stollen?“

  • Weil das Wort ursprünglich „Pfosten/Stein/Stütze“ bedeutete und man den Namen wegen der länglichen, „blockartigen“ Form auf das Gebäck übertrug.
  • Später kamen Bergwerks‑ und religiöse Symbolik dazu, aber der Kern liegt in der alten Bedeutung von „Stollen“ als fester, länglicher „Pfosten“ oder „Grenzstein“.

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