Im Deutschen heißt es in bestimmten Wendungen „Mariä“ und nicht „Maria“, weil hier eine besondere (teils lateinisch geprägte) Genitivform benutzt wird, die sich historisch entwickelt hat.

Kurz erklärt

  • „Maria“ ist der normale Name im Nominativ: „Maria ist die Mutter Jesu.“
  • „Mariä“ ist eine Genitiv-Form und bedeutet „(der) Maria“ bzw. „von Maria“.
  • In vielen kirchlichen Festnamen und alten religiösen Formulierungen blieb diese Form erhalten, obwohl sie im heutigen Alltag kaum noch verwendet wird.

Beispiel: „Mariä Himmelfahrt“

Bei „Mariä Himmelfahrt“ geht es wörtlich um die „Himmelfahrt Mariens “, also „die Himmelfahrt von Maria“.

  • „Mariä“ entspricht hier dem lateinischen „Mariae“ = „von Maria“.
  • Das „ä“ mit Umlaut steht historisch dafür, dass einmal ein „e“ hinzukam: „Mariae“ → „Mariä“.

Ähnlich funktionieren auch andere Festtage wie „Mariä Geburt“ oder „Mariä Lichtmess“, wo jeweils „(Fest) der Maria“ gemeint ist.

Historischer Hintergrund

  • Die Form „Mariä“ stammt aus einer Zeit, in der kirchliches Latein die deutsche Religionssprache stark beeinflusste.
  • Solche Formen wurden in liturgischen Texten, Kalendern und Kirchenbüchern tradiert und gelten heute als feierlich oder altmodisch, werden aber im kirchlichen Kontext weiterhin offiziell verwendet.

Kurz gesagt: „Maria“ ist der normale Name, „Mariä“ ist die überlieferte Genitivform („von Maria“), die vor allem in kirchlichen Festbezeichnungen lebt.