warum mussten maria und josef nach bethlehem?

Maria und Josef mussten nach Bethlehem, weil der römische Kaiser Augustus eine Volkszählung (Zensus) angeordnet hatte, bei der sich jeder Mann in seiner „Stadt der Väter“ eintragen lassen sollte – für Registrierung und Steuern. Josef stammte aus dem Haus Davids und Bethlehem war die Stadt Davids, deshalb musste er dorthin reisen und Maria nahm er mit.
Biblischer Hintergrund
Im Lukasevangelium wird erzählt, dass ein Erlass von Kaiser Augustus erging, „dass alle Welt sich schätzen lassen sollte“, also gezählt und registriert wird.
Dazu sollten die Männer in ihre Herkunftsstadt gehen, weshalb Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa aufbrach, der Stadt Davids.
Warum genau Bethlehem?
- Josef war Nachkomme Davids, und Bethlehem war die traditionelle „Stadt Davids“.
- In der jüdischen Erwartung sollte der Messias nach einer Prophezeiung im Buch Micha in Bethlehem geboren werden, was Christen später als Erfüllung dieser Verheißung deuteten.
Praktische Gründe für die Reise
- Der Zensus diente dazu, Menschen zu erfassen und ihre Steuerpflicht festzustellen.
- In vielen historischen Deutungen musste sich jeder dort eintragen lassen, wo seine Familie herkam oder wo er als Familienoberhaupt eingetragen wurde, sodass Josef verpflichtet war, nach Bethlehem zu gehen.
Zusammenspiel von Politik und Glaube
Aus christlicher Sicht fallen hier zwei Ebenen zusammen:
- Politisch: Ein römischer Verwaltungsakt – die Volkszählung – zwingt Josef zur Reise.
- Theologisch: Durch diese Reise wird Jesus in Bethlehem geboren, was nach christlicher Auslegung die messianischen Verheißungen über einen Sohn Davids aus Bethlehem erfüllt.
Kurz gesagt: Sie gingen nach Bethlehem wegen der staatlich angeordneten Volkszählung – und gläubige Christen sehen darin zugleich Gottes Plan, dass der Messias in der Stadt Davids zur Welt kommt.
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