Zwischen Weihnachten und Neujahr nicht zu waschen ist kein Naturgesetz, sondern ein alter Aberglaube, der sich vor allem aus Bräuchen rund um die „Rauhnächte“ und Neujahrs‑Vorzeichen entwickelt hat.

Ursprung des Glaubens

  • In vielen Regionen im deutschsprachigen Raum gelten die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr als Rauhnächte , eine besondere, „zwischen den Jahren“ schwebende Zeit.
  • Nach volkstümlichen Vorstellungen sind in diesen Nächten Geister oder Dämonen unterwegs, und man sollte sie nicht durch flatternde Wäsche „provozieren“ oder ihnen im übertragenen Sinne „Leichentücher“ hinhalten.

Was genau „verboten“ ist

  • Häufig heißt es, man solle in dieser Zeit keine Wäsche aufhängen – besonders keine Bettlaken, Tücher oder weiße Wäsche, weil sie als Symbol für Totentücher gelten.
  • Manche Varianten gehen weiter und raten generell von Waschen und größerer Hausarbeit ab, weil diese Tätigkeiten als Respektlosigkeit gegenüber der heiligen, ruhigen Zeit zwischen den Jahren gedeutet werden.

Mögliche Folgen laut Aberglaube

  • In einigen Sagen heißt es, wer in den Rauhnächten Wäsche wäscht oder aufhängt, riskiere, dass im kommenden Jahr ein Familienmitglied stirbt oder Unglück ins Haus kommt.
  • Andere Überlieferungen sprechen davon, dass böse Geister sich in der aufgehängten Wäsche verfangen oder die Tücher im nächsten Jahr als Leichentuch für jemanden aus dem Haushalt dienen.

Moderne Sichtweise heute

  • Aus heutiger, rationaler Sicht gibt es natürlich keinen belegbaren Grund, warum Waschen zwischen Weihnachten und Neujahr schädlich oder gefährlich sein sollte; es handelt sich um kulturell gewachsene Traditionen und Mythen.
  • Viele Menschen halten sich trotzdem aus Gewohnheit oder aus Respekt vor der Familien‑Tradition daran – andere nutzen gerade diese freien Tage bewusst, um Wäsche und Hausarbeit zu erledigen.

Fazit für den Alltag

  • Wenn dir Bräuche und familiäre Tradition wichtig sind, kannst du das Nicht‑Waschen „zwischen den Jahren“ als ruhigen, symbolischen Zeitraum der Pause und Besinnung verstehen.
  • Willst du pragmatisch bleiben, kannst du bedenkenlos waschen: Aberglaube hat keine reale Wirkung – wichtig ist, womit du dich persönlich wohler fühlst.

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