Gil Ofarim hat strafrechtlich nichts im Sinne einer Verurteilung „verbrochen“, er hat aber 2021 einen schwerwiegenden Falschvorwurf erhoben und diesen 2023 vor Gericht eingeräumt.

Kurz erklärt: Was ist passiert?

  • Im Oktober 2021 veröffentlichte Gil Ofarim ein Video, in dem er behauptete, ein Mitarbeiter des Hotels „The Westin Leipzig“ habe ihn wegen seiner Davidstern-Kette aufgefordert, den Stern „einzupacken“, bevor er einchecken dürfe.
  • Das Video wurde viral, löste bundesweite Empörung über Antisemitismus aus und führte zu Protesten vor dem Hotel sowie zu massiver Kritik am angeblich beteiligten Mitarbeiter.
  • Ermittlungen (u.a. Auswertung von Videoaufnahmen) ergaben jedoch, dass sich der geschilderte Vorfall so nicht nachweisen ließ und Ofarim die Situation falsch dargestellt hatte.

Juristische Folgen

  • Gegen Ofarim wurden daraufhin Verfahren wegen Verleumdung/übler Nachrede bzw. falscher Beschuldigung eingeleitet, weil der Hotelmitarbeiter durch die Vorwürfe erheblich geschädigt wurde.
  • Im November 2023 erklärte Ofarim vor dem Landgericht Leipzig, dass seine Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprachen („Die Vorwürfe gegen mich sind wahr“) und entschuldigte sich direkt beim Hotelmanager.
  • Im Rahmen einer Verständigung wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt, unter der Auflage, 10.000 Euro u.a. an die Jüdische Gemeinde Leipzig und eine Gedenk- und Bildungsstätte zu zahlen.

Moralische und öffentliche Dimension

  • Ofarim hat mit seinem falschen Antisemitismusvorwurf dem betroffenen Hotelmitarbeiter persönlich geschadet (Rufschädigung, berufliche Konsequenzen, öffentliche Hetze).
  • Jüdische Organisationen und Beobachter betonen, dass solche erfundenen Fälle echten antisemitischen Vorfällen schaden, weil sie Vertrauen und Glaubwürdigkeit untergraben.
  • Zugleich verweisen viele Stimmen darauf, dass Antisemitismus in Deutschland weiterhin ein reales Problem ist – der Fall Ofarim ändert daran nichts, macht die Debatte aber komplizierter.

Aktueller Stand (grob)

  • Das Strafverfahren gegen ihn ist nach seinem Geständnis und der Geldauflage beendet worden; eine rechtskräftige Verurteilung gab es damit nicht, aber ein gerichtsfestes Eingeständnis der Lüge.
  • Ofarim hat sich öffentlich entschuldigt und spricht in späteren Auftritten davon, dass er sich zurückgezogen und professionelle Hilfe gesucht habe.

Kurzantwort auf deine Frage „was hat Gil Ofarim verbrochen“:
Er hat einen Hotelmitarbeiter zu Unrecht öffentlich des Antisemitismus beschuldigt, diese falsche Anschuldigung später vor Gericht eingestanden und musste dafür rechtliche und öffentliche Konsequenzen tragen – aber er wurde am Ende nicht zu einer Haft- oder regulären Geldstrafe verurteilt, sondern das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt.

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