Ein Flashover ist der plötzliche Übergang eines zunächst lokal begrenzten Brandes (z.B. Zimmerbrand) in einen Vollbrand, bei dem innerhalb weniger Sekunden der ganze Raum in Flammen steht.

Kurz erklärt

  • Im Brandverlauf ist der Flashover die Phase, in der ein „Feuer im Raum“ zu einem „Raum im Feuer“ wird.
  • Dabei entzünden sich fast alle brennbaren Oberflächen in einem geschlossenen Raum nahezu gleichzeitig, weil sie auf Zündtemperatur aufgeheizt wurden.

Wie entsteht ein Flashover?

  • In einem geschlossenen Raum steigen heiße Rauchgase nach oben, sammeln sich unter der Decke und erhitzen den gesamten Raum immer weiter.
  • Ab einer kritischen Temperatur (typisch einige Hundert Grad) geben Möbel und andere Materialien brennbare Gase ab, die sich schlagartig entzünden und zu einem explosionsartigen Temperaturanstieg und Vollbrand führen.

Fachliche Definition

  • Brandschutztechnik und Normen beschreiben Flashover als „schnellen Übergang aller Oberflächen brennbarer Materialien eines Raumes hin zu einem Feuer“.
  • Er markiert die Grenze zwischen der Entstehungsphase (Pre‑Flashover) und der Vollbrandphase (Post‑Flashover) eines Raumbrandes.

Abgrenzung zu anderen Phänomenen

  • Flashover ist zu unterscheiden von einer Rauchgasexplosion (Backdraft), bei der sich Rauchgase explosionsartig entzünden, wenn plötzlich Sauerstoff hinzukommt.
  • Ebenfalls anderes ist der Brandüberschlag, bei dem sich das Feuer auf andere Gebäudeteile oder Stockwerke ausbreitet, nicht nur innerhalb des ursprünglichen Raumes.

TL;DR: Ein Flashover ist die schlagartige Durchzündung fast aller brennbaren Materialien in einem Raum, wodurch aus einem kleinen Feuer in Sekunden ein lebensgefährlicher Vollbrand wird.