was ist ein kölner brett

Ein „Kölner Brett“ ist eine spezielle, in Köln weit verbreitete Art, Gardinen aufzuhängen, bei der die Schiene komplett durch ein Holzbrett verdeckt wird. Man sieht also nur ein schmales, dekoratives Brett über dem Fenster, während Schiene, Rollen und Haken elegant dahinter verschwinden.
Kurze Erklärung
- Über dem Fenster sitzt ein waagerechtes Trägerbrett, meist etwa 15 cm breit.
- Darunter ist die Gardinenschiene montiert, an der die Gardinen laufen.
- An der Vorderkante hängt ein senkrechtes Brett (ca. 5 cm hoch), das die Technik komplett verdeckt.
So entsteht der typische Look: ein schlichtes, horizontales Brett über dem Fenster, dahinter die unsichtbare Gardinenkonstruktion.
Herkunft und Besonderheiten
- Entwickelt wurde das Kölner Brett 1932 vom Unternehmer Hugo Bohn; es war ein Produkt der Firma Messing Müller in Köln.
- In vielen Altbauwohnungen in Köln (und Umgebung) findet man diese Konstruktion heute noch, oft profiliert, vergoldet oder farbig gestaltet.
- Die Verblendung ähnelt gestalterisch sogenannten Lambrequins, also dekorativen Abschlüssen über Fenstern.
Typisch kölsches Alltagsding
In Köln gilt das Kölner Brett als kleines Stück Alltagskultur:
- Viele Leute kennen es vom Sehen, wussten aber lange nicht, wie es heißt.
- Es steht für eine praktische, unauffällige und zugleich etwas eigenwillige kölsche Lösung, um Technik zu verstecken und den Raum wohnlicher wirken zu lassen.
Kurz gesagt: Fragst du „Was ist ein Kölner Brett?“, dann geht es nicht um ein Schneidbrett aus Köln, sondern um eine versteckte Gardinenkonstruktion über dem Fenster. Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.