was ist ein libretto

Ein Libretto ist der vollständige Text zu einem Werk des Musiktheaters – also z.B. zu einer Oper, Operette, einem Musical, Oratorium oder einer Kantate. Es enthält die Handlung, alle Dialoge, die Gesangstexte und oft auch Regie‑ bzw. Szenenhinweise und dient als „Drehbuch“ bzw. Grundlage für die Musik und die Inszenierung.
Herkunft und Grundidee
- Das Wort „Libretto“ stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Büchlein“; ursprünglich waren damit kleine gedruckte Hefte für das Publikum gemeint.
- Heute bezeichnet der Begriff allgemein den Text eines musiktheatralen Werks, auf dessen Basis der Komponist die Musik schreibt.
Was steht in einem Libretto?
- Figuren, Handlung, Szenenabfolge und dramatische Wendepunkte werden im Libretto festgelegt.
- Es enthält gesungene Texte (Arien, Ensembles, Chöre) und gesprochene Dialoge; bei Musicals meist beides zusammen.
Rolle im Musiktheater
- Das Libretto liefert der Musik Struktur und erzählerischen Rahmen; Musik und Text sollen zusammen die Emotionen und Charaktere gestalten.
- Weil gesungener Text schwerer verständlich ist, sind Libretti meist sprachlich verdichtet, mit einfachen Sätzen und vielen Wiederholungen, damit die Musik sich entfalten kann.
Wer schreibt ein Libretto?
- Der/die Librettist:in entwickelt die Geschichte, schreibt Dialoge und Gesangstexte und arbeitet eng mit der Komponistin oder dem Komponisten zusammen.
- Vorlage kann eine eigenständige neue Geschichte, aber auch ein Roman, Theaterstück oder Film sein, der für die Bühne angepasst wird.
Kurz-TL;DR: Ein Libretto ist das „Textbuch“ eines musikalischen Bühnenwerks – also das erzählerische Fundament, auf dem die Musik aufbaut und das die ganze Aufführung strukturiert.