Eine cauliflore Pflanze (deutsch: Kauliflorie) ist keine einzelne Pflanzenart, sondern beschreibt eine besondere Wuchsform: Dabei sitzen die Blüten direkt am Stamm oder an älteren, verholzten Ästen.

Kurz erklärt: Was ist Cauliflorie?

  • Bei Cauliflorie entstehen Blüten und oft auch Früchte direkt aus dem dicken Stamm oder älteren Ästen, nicht – wie üblich – an jungen Trieben oder Zweigen.
  • Diese Blüten „brechen“ sozusagen durch die Rinde oder entwickeln sich aus schlafenden Knospen im Stammholz.

Typische Beispiele cauliflorer Pflanzen

  • Ein bekanntes Beispiel ist der Kakaobaum (Theobroma cacao), dessen Früchte direkt am Stamm hängen.
  • Auch einige tropische Bäume (z.B. bestimmte Feigenarten) zeigen diese Wuchsform, die besonders häufig in Regenwäldern vorkommt.

Wozu ist Cauliflorie gut?

  • Blüten und Früchte am Stamm sind für größere Bestäuber oder Fruchtfresser (z.B. Fledermäuse, größere Vögel, kleine Säuger) leichter erreichbar.
  • In dichten Wäldern, wo wenig Licht in die Baumkrone dringt, ist es ein Vorteil, wenn die Fortpflanzungsorgane nicht nur ganz oben in der Krone sitzen.

Begrifflich eingeordnet

  • „Cauliflor“ kommt aus dem Lateinischen: caulis = Stängel/Strunk, flos = Blüte – also „stammblütig“.
  • In der Botanik spricht man daher von einer caulifloren Pflanze , wenn Stammblütigkeit ein auffälliges, regelmäßiges Merkmal der Art ist.

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