Eine Christmette ist ein besonderer Weihnachtsgottesdienst in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, in dem Christinnen und Christen die Geburt Jesu feiern. Meist findet sie um Mitternacht oder am späten Abend statt und hat einen feierlich-ruhigen Charakter.

Kurz erklärt

  • Die Christmette ist ursprĂźnglich das nächtliche Gebet und die erste Messe des Weihnachtsfestes, die sogenannte „Messe in der Nacht“ (missa in nocte).
  • Heute versteht man darunter in der Regel den festlichen Weihnachtsgottesdienst in der Heiligen Nacht, oft mit viel Musik, Krippe und Weihnachtsliedern.
  • Sie wird sowohl in katholischen als auch in vielen evangelischen Gemeinden gefeiert.

Ursprung und Bedeutung

  • Der Name „Mette“ stammt vom lateinischen „matutinus“ und bezeichnete ursprĂźnglich ein Nacht- oder FrĂźhmorgen­gebet der Kirche.
  • Historisch war die Christmette die erste von drei Weihnachtsmessen: in der Nacht, bei der MorgenrĂśte (Hirtenmesse) und am Tag.
  • Inhaltlich steht die Geburt Jesu im Mittelpunkt; gelesen wird meist das Weihnachtsevangelium nach Lukas mit der Erzählung von Stall, Hirten und Engeln.

Wie läuft eine Christmette ab?

  • Typische Elemente sind: Einzug, Lesungen aus der Bibel, Predigt, Glaubensbekenntnis, FĂźrbitten, Eucharistiefeier (in katholischen Gemeinden) und feierlicher Segen.
  • Häufig wird während der Feier eine Figur des Jesuskindes in die Krippe gelegt, begleitet von Liedern wie „Stille Nacht“ oder anderen Weihnachtsliedern.
  • Je nach Gemeinde kann die Christmette eher still-besinnlich oder musikalisch und festlich gestaltet sein.

Zeit und Stimmung

  • Traditionell begann die Christmette erst in den frĂźhen Morgenstunden des 25. Dezember; heute wird sie meist zwischen 22 Uhr und Mitternacht am Heiligabend gefeiert.
  • Viele Menschen empfinden sie als besonders friedlich und „eigentlichen“ Beginn von Weihnachten, weil Dunkelheit, Kerzenlicht und Musik zusammenkommen.

FĂźr wen ist die Christmette?

  • Die Christmette richtet sich an die ganze Gemeinde, also an regelmäßig Glaubende, aber auch an Menschen, die nur selten in die Kirche gehen.
  • Wegen der späten Uhrzeit und der eher langen, stillen Liturgie ist sie fĂźr sehr kleine Kinder manchmal anstrengend, während sie fĂźr Jugendliche und Erwachsene oft besonders eindrĂźcklich wirkt.

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