„Pusten“ ist ein umgangssprachliches deutsches Verb und bedeutet vor allem „durch plötzliches, kräftiges Ausatmen einen Luftstrom erzeugen“, also „blasen“.

Bedeutungen von „pusten“

  • Wörtlich: Luft ausatmen, um etwas zu bewegen oder zu kühlen, z.B. „ins Feuer pusten“ oder „auf die heiße Suppe pusten“.
  • Körperlich angestrengt sein: „Nach der Treppe musste ich ganz schön pusten“ im Sinn von schwer atmen.
  • In der Verkehrssprache: „bei der Polizei pusten“ bedeutet, in ein Alkoholmessgerät zu blasen.

Typische Beispiele

  • „Komm, ich puste auf dein Knie, dann tut es nicht mehr so weh.“ – tröstendes Anblasen einer schmerzenden Stelle.
  • „Sie pustete die Kerzen auf der Torte aus.“ – Luftstrom zum Auslöschen von Kerzen.
  • „Der Wind pustet mir ins Gesicht.“ – bildhafte Verwendung für kräftigen Wind.

Herkunft und Form

  • Das Wort kommt aus dem Niederdeutschen „pusten“ und ist lautmalerisch, also nach dem Geräusch des Ausatmens gebildet.
  • Grammatik: schwaches Verb, Beispiel: ich puste, du pustest, er pustet; Präteritum: ich pustete; Partizip II: gepustet.

Kurz: „pusten“ = umgangssprachlich „blasen / kräftig ausatmen“, oft in Alltagssituationen wie heiße Suppe, Geburtstagskerzen oder Alkoholtest.