Das Finanzierungsdefizit der Kommunen in Deutschland lag im Jahr 2024 bei rund 24,8 Milliarden Euro.

Kurze Einordnung

  • Erfasst sind die Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände ohne Stadtstaaten.
  • Es handelt sich um das höchste kommunale Defizit seit der deutschen Wiedervereinigung.

Hintergründe zum Rekorddefizit

  • Rund 6,2% der kommunalen Ausgaben waren 2024 nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt und mussten über Rücklagen oder neue Kredite finanziert werden.
  • Haupttreiber waren stark gestiegene Sozialausgaben , während die Steuereinnahmen – insbesondere die Gewerbesteuer – nur sehr verhalten zunahmen.

Vergleich mit 2023

  • 2023 lag das kommunale Defizit noch bei etwa 6,6 Milliarden Euro; damit hat es sich 2024 in etwa vervierfacht.
  • Besonders die kommunalen Kernhaushalte verzeichneten mit etwa 24,3 Milliarden Euro den Löwenanteil des Minus.