Beim Skeleton lenkst du den Schlitten fast nur über deinen Körper – es gibt kein Lenkrad und keine bewegliche Lenkachse wie beim Auto.

Grundprinzip: Lenken durch Gewichtsverlagerung

  • Du liegst bäuchlings, Kopf voraus, eng auf dem Schlitten.
  • Gesteuert wird durch minimale Gewichtsverlagerung: Schultern, Hüfte, Knie und manchmal Zehen.
  • Jede Bewegung muss sehr fein sein, weil schon kleine Impulse den Schlitten deutlich versetzen können.

Ein Trainer beschreibt es gerne so: „Du fährst mit dem ganzen Körper wie mit einem Steuerpaddel durch den Eiskanal.“

Konkrete Lenk-Techniken

  1. Schultern und Oberkörper
    • Lehnst du die linke Schulter minimal nach unten, lenkt der Schlitten nach links, rechte Schulter nach unten = nach rechts.
 * Schon eine Kopf- oder Schulterbewegung verändert den Luftstrom und damit die Richtung.
  1. Knie und Beine
    • Mit den Knien/Oberschenkeln drückst du leicht eine Seite des Schlittens nach unten.
 * Dadurch “beißt” die Kufe auf dieser Seite etwas stärker ins Eis und der Schlitten dreht in diese Richtung.
  1. Zehen-Steuerung (Toe-Steer)
    • Du tippst mit der Fußspitze auf das Eis in Fahrtrichtung, um die Spur minimal zu verändern.
 * Im Anfängerbereich ist das eher eine Notbremse/„Anker“, weiter oben im Leistungssport nur noch leichte Korrektur.

Timing und Fahrtechnik

  • Lenkbefehle setzt du früh vor der Kurve, nicht mitten in der Kurve, sonst verlierst du viel Geschwindigkeit.
  • Ziel ist, so wenig wie möglich zu lenken: lieber eine saubere, ruhige Linie als hektische Korrekturen.
  • Ein niedriger Körperschwerpunkt (eng am Schlitten, Kopf tief, nicht “zappeln”) stabilisiert den Lauf.

Sicherheit und Praxis-Hinweis

  • Skeleton wird ausschließlich auf offiziellen Bahnen unter Anleitung geschulter Trainer gefahren; Geschwindigkeiten bis weit über 100 km/h sind normal.
  • Was im Fernsehen „locker“ aussieht, basiert auf vielen Trainingsläufen aus niedriger Starthöhe, Videoanalyse und Techniktraining auf Trockenbahnen.

Kurz gesagt: Man lenkt beim Skeleton durch feine Gewichtsverlagerungen mit Schultern, Kopf, Knien und manchmal Zehen – je ruhiger und präziser, desto schneller.

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.