wie lenkt man beim skeleton

Beim Skeleton lenkst du den Schlitten fast nur über deinen Körper – es gibt kein Lenkrad und keine bewegliche Lenkachse wie beim Auto.
Grundprinzip: Lenken durch Gewichtsverlagerung
- Du liegst bäuchlings, Kopf voraus, eng auf dem Schlitten.
- Gesteuert wird durch minimale Gewichtsverlagerung: Schultern, Hüfte, Knie und manchmal Zehen.
- Jede Bewegung muss sehr fein sein, weil schon kleine Impulse den Schlitten deutlich versetzen können.
Ein Trainer beschreibt es gerne so: „Du fährst mit dem ganzen Körper wie mit einem Steuerpaddel durch den Eiskanal.“
Konkrete Lenk-Techniken
- Schultern und Oberkörper
- Lehnst du die linke Schulter minimal nach unten, lenkt der Schlitten nach links, rechte Schulter nach unten = nach rechts.
* Schon eine Kopf- oder Schulterbewegung verändert den Luftstrom und damit die Richtung.
- Knie und Beine
- Mit den Knien/Oberschenkeln drückst du leicht eine Seite des Schlittens nach unten.
* Dadurch “beißt” die Kufe auf dieser Seite etwas stärker ins Eis und der Schlitten dreht in diese Richtung.
- Zehen-Steuerung (Toe-Steer)
- Du tippst mit der Fußspitze auf das Eis in Fahrtrichtung, um die Spur minimal zu verändern.
* Im Anfängerbereich ist das eher eine Notbremse/„Anker“, weiter oben im Leistungssport nur noch leichte Korrektur.
Timing und Fahrtechnik
- Lenkbefehle setzt du früh vor der Kurve, nicht mitten in der Kurve, sonst verlierst du viel Geschwindigkeit.
- Ziel ist, so wenig wie möglich zu lenken: lieber eine saubere, ruhige Linie als hektische Korrekturen.
- Ein niedriger Körperschwerpunkt (eng am Schlitten, Kopf tief, nicht “zappeln”) stabilisiert den Lauf.
Sicherheit und Praxis-Hinweis
- Skeleton wird ausschließlich auf offiziellen Bahnen unter Anleitung geschulter Trainer gefahren; Geschwindigkeiten bis weit über 100 km/h sind normal.
- Was im Fernsehen „locker“ aussieht, basiert auf vielen Trainingsläufen aus niedriger Starthöhe, Videoanalyse und Techniktraining auf Trockenbahnen.
Kurz gesagt: Man lenkt beim Skeleton durch feine Gewichtsverlagerungen mit Schultern, Kopf, Knien und manchmal Zehen – je ruhiger und präziser, desto schneller.
Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.