Ein amerikanischer Präsident darf höchstens zweimal gewählt werden, also in der Regel maximal zwei Amtszeiten mit insgesamt bis zu acht Jahren im Amt.

Grundregel

  • Die Beschränkung steht im 22. Zusatzartikel zur Verfassung der USA. Dort heißt es, dass niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf.
  • Jede Amtszeit dauert vier Jahre, also sind normalerweise maximal zwei volle Vierjahres­amtszeiten möglich (insgesamt acht Jahre).

Sonderfall: Nachrücken ins Amt

  • Wird jemand nicht gewählt, sondern rückt nach (z.B. als Vizepräsident nach dem Tod oder Rücktritt des Präsidenten), gelten Zusatzregeln.
  • Hat diese Person mehr als zwei Jahre der angebrochenen Amtszeit eines Vorgängers übernommen, darf sie anschließend nur noch einmal gewählt werden; insgesamt wären dann also knapp unter zehn Jahre möglich.

Historischer Hintergrund

  • Die Begrenzung wurde 1951 nach der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt eingeführt, der viermal gewählt wurde und damit die frühere, nur informelle Zweiterm-Grenze durchbrach.
  • Seitdem sind mehrere Präsidenten durch diese Regel an einer dritten Wahl gehindert worden, etwa Eisenhower, Reagan, Clinton, George W. Bush, Barack Obama und – wegen zweier nicht aufeinanderfolgender Amtszeiten – auch Donald Trump.

Kurz gesagt: In der Praxis bedeutet das für die Frage „Wie oft darf der amerikanische Präsident wiedergewählt werden?“ – er darf einmal wiedergewählt werden (insgesamt zweimal gewählt sein).