Man sollte jeden Bissen so lange und gründlich kauen, bis er im Mund nahezu breiig ist – grob orientieren sich viele Expert:innen an etwa 20–30 Kaubewegungen pro Bissen, je nach Lebensmittel.

Warum gründliches Kauen wichtig ist

  • Bessere Verdauung : Im Mund beginnt die Verdauung – Speichel enthält Enzyme, die Kohlenhydrate aufspalten und den Magen entlasten.
  • Mehr Sättigung: Langsames, häufiges Kauen verlängert die Essenszeit und gibt dem Körper mehr Zeit, Sättigungssignale zu senden, was beim Gewichtmanagement helfen kann.
  • Schonung von Magen und Darm: Gut zerkleinerte Nahrung lässt sich leichter weiterverarbeiten und kann Blähungen und Völlegefühl reduzieren.

Richtwerte: Wie oft kauen?

Es gibt keine starre Zahl, die für alle und jedes Essen gilt, aber diese Richtwerte helfen im Alltag.

  • Weiche Speisen (z.B. gekochtes Gemüse, weiches Brot): etwa 15–20 Kaubewegungen, bis der Bissen breiig ist.
  • Feste Speisen (z.B. Fleisch, Rohkost): oft 20–30 oder mehr Kaubewegungen, bis keine harten Stücke mehr spürbar sind.
  • Wichtigste Regel: Erst schlucken, wenn der Bissen sich im Mund wirklich weich anfühlt – nicht nach einer willkürlichen Zahl.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Besteck zwischendurch ablegen: Nach jedem Bissen kurz Gabel oder Löffel absetzen, bis runtergeschluckt wurde.
  • Ablenkungen reduzieren: Ohne Handy, TV oder Laptop isst man langsamer und kaut automatisch bewusster.
  • Kleinere Bissen: Lieber kleinere Stücke schneiden; das erleichtert gründliches Kauen enorm.

Häufige Fehler beim Kauen

  • Zu hastig essen: Besonders in Pausen oder „nebenbei“ (z.B. am Schreibtisch) wird oft zu wenig gekaut, was Magenbeschwerden begünstigt.
  • Schon Beschwerden, aber keine Umstellung: Wer oft Sodbrennen, Blähungen oder Völlegefühl hat, profitiert häufig schon von bewusstem, langsamem Kauen.

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