„Wo Schnee liegt, ist es auch automatisch kalt“ stimmt so pauschal nicht – Schnee und Kälte hängen zwar zusammen, aber das eine garantiert nicht immer das andere. Entscheidend sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Untergrund und Sonneneinstrahlung.

Was Schnee zum Liegenbleiben braucht

  • Für fallenden Schnee braucht es Temperaturen um oder unter 0 Grad in der Luftschicht, in der die Flocken entstehen, plus genügend Feuchtigkeit.
  • Am Boden kann Schnee kurz auch bei leicht über 0 Grad liegen bleiben, vor allem nachts oder auf kalten, schattigen Flächen wie Wiesen oder Autos.
  • Auf warmem Boden (z.B. nach sonnigem Tag, Asphalt, nasse Erde) taut Schnee oft sofort wieder weg, obwohl Schnee fällt.

Warum es mit Schnee manchmal trotzdem „warm“ wirkt

  • Bei Temperaturen knapp über Null kann noch nasser, schwerer Schnee fallen – es fühlt sich dann eher „matschig“ als richtig winterlich kalt an.
  • In der Sonne kann es sich deutlich milder anfühlen, obwohl überall Schnee liegt, weil die Sonnenstrahlung den Boden und die Luft etwas erwärmt.

Typische Alltagssituationen

  • Stadt: Auf Straßen und Gehwegen schmilzt Schnee schneller, weil Asphalt Wärme speichert und oft auch noch Verkehr und Streusalz dazukommen.
  • Berge: Dort kann Schnee auch im Sommer liegen bleiben, weil es in großer Höhe dauerhaft kalt genug ist – „ewiger Schnee“ über der sogenannten Schneelinie.

Kurz gesagt: Wo Schnee liegt, ist es meistens eher kühl – aber nicht automatisch „eiskalt“, und vor allem nicht überall gleich kalt.

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.