Die Kurrende in Seiffen ist eine traditionelle Gruppe von meist schwarzen Chorsängern, die in der Advents- und Weihnachtszeit singend durch den Ort zieht und von Haus zu Haus geistliche Lieder vorträgt.

Ursprung und Bedeutung

  • Der Begriff „Kurrende“ geht auf Schüler- oder Knabenchöre zurück, die früher singend durch die Straßen gingen, um sich ihren Unterhalt zu verdienen.
  • In Seiffen hat sich daraus eine eigene lebendige Tradition entwickelt: Die Kurrendesänger kündigen mit ihren Chorälen sinnbildlich die Weihnachtsbotschaft an.

Ablauf in Seiffen

  • An den Adventssonntagen ziehen Kurrendesänger mit Laterne und leuchtendem Stern durch die Gassen und wünschen den Bewohnern eine gesegnete Weihnachtszeit.
  • Das Mitsingen oder Zuhören gilt im Ort als stimmungsvolles, gemeinschaftsstiftendes Erlebnis und als wichtiger Teil der regionalen Weihnachtskultur.

Kurrende als Figuren

  • Aus dieser Tradition sind die bekannten Seiffener Kurrendefiguren entstanden: kleine Holzfiguren mit schwarzem Mantel, oft mit Sternträger, Laterne und Gesangbuch.
  • Sie sind ein typisches Motiv der erzgebirgischen Volkskunst und schmücken Schwibbögen, Weihnachtspyramiden und Krippenlandschaften.

Kurz gesagt: Die Kurrende in Seiffen ist sowohl ein echter Singbrauch im Advent als auch ein ikonisches Motiv der erzgebirgischen Weihnachts- Holzkunst.

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