Eine Nipptide (Neap Tide) tritt immer dann auf, wenn Sonne und Mond etwa im rechten Winkel zur Erde stehen, also um das erste und letzte Viertel des Mondes herum.

Kurz erklärt: Wann genau?

  • Nipptiden entstehen in den Quadraturen des Mondes, also in der Phase des ersten und letzten Mondviertels.
  • Weil sich die Gezeiten als Wellen ausbreiten und lokal verzögern, tritt die Nipptide an den Küsten meist ein bis mehrere Tage nach dem ersten bzw. letzten Viertel auf.

Beispiel Nordseeküste

  • An der deutschen Nordseeküste wird beschrieben, dass die Nipptide dort etwa drei Tage nach dem ersten oder letzten Viertel des Mondes einsetzt.
  • Der Zeitpunkt wird als Nippzeit bezeichnet; zu dieser Zeit sind Tidenhub und der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser besonders gering.

Fachbegriffe rund um die Nipptide

  • Zur Nippzeit spricht man von Nipptidehochwasser (NThw), Nipptideniedrigwasser (NTnw) und Nipptidehub.
  • Das Gegenteil der Nipptide ist die Springtide (Springflut), bei der Neumond oder Vollmond herrscht und der Tidenhub besonders groß ist.

Kurzfassung: Nipptide rund um erstes/letztes Mondviertel, lokal (z.B. Nordsee) mit typischer Verzögerung von bis zu wenigen Tagen.