Die Brille in der heute erkennbaren Form wurde Ende des 13. Jahrhunderts in Norditalien erfunden, wahrscheinlich um 1290 in Städten wie Pisa oder Florenz. Frühere Sehhilfen wie Lesesteine und einfache Lupen gab es zwar schon seit dem frühen Mittelalter, galten aber noch nicht als „Brille“ im eigentlichen Sinn.

Kurze Einordnung

  • Um 1000: Gläserne Lupen und sogenannte Lesesteine werden zum Vergrößern von Schrift verwendet.
  • Zwischen 1268 und 1300: In Italien entstehen die ersten zusammengefügten Linsen vor den Augen – die ersten echten Brillen bzw. Nietbrillen.
  • 1306: Ein Prediger in Pisa erwähnt in einer Predigt, dass die „Kunst, eine Brille herzustellen“ erst seit weniger als 20 Jahren bekannt sei.

Warum das Datum nicht ganz genau ist

Die Erfindung der Brille war kein einzelner „Geistesblitz“, sondern das Ergebnis vieler kleiner Schritte verschiedener Handwerker und Gelehrter. Deshalb geben Historiker meist einen Zeitraum (Ende 13. Jahrhundert) an und nicht ein exaktes Jahr.

Kurz gesagt:

  • Erste richtige Brillen: ca. 1290, Norditalien.
  • Davor: nur einfache Vergrößerungshilfen, aber noch keine auf der Nase sitzenden Brillen.

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